Am 11 November 2023 soll Filippo Turetta 75 Mal mit einem Messer auf seine 22-jährige Ex-Freundin und ehemalige Studienkollegin Giulia Cecchettin eingestochen haben. Auch ins Gesicht – laut Prozessakten „mit einer Grausamkeit“, die „deutlich über den Tötungsvorsatz hinausgeht. <BR /><BR />Der 21-jährige Turetta, Student der Biomedizin an der Universität Padua, hat den Mord gestanden und soll ihn bis ins Detail geplant haben. Jetzt kommen neue Details zum gewaltsamen Tod der jungen Frau ans Licht.<h3> Über 300 Nachrichten pro Tag</h3>Über 225.000 Nachrichten soll Filippo seiner Exfreundin Giulia in den 2 Jahren vor seiner grausamen Bluttat gesendet haben. Täglich 300 Nachrichten, am Tag der Gräueltat seien es besonders viele gewesen.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1046499_image" /></div> <h3> Täter stellt sich als Opfer dar</h3>Aus einigen Nachrichten am 7 November, 4 Tage ihrem Tod, lässt sich herauslesen, wie sich der Mörder selbst als Opfer inszeniert: „Du verbannst mich aus deinem Leben, so bringst du mich um“, habe er Cecchettin in einer Sprachnachricht vorgeworfen, nachdem sich die verängstigte Frau gesträubt hatte, ihm jeden Tag eine „Gute-Nacht“-Nachricht zu schreiben. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1046502_image" /></div> <h3> Giulia hatte Angst</h3>„Du benimmst dich wie ein Psychopath. Manchmal machst du mir Angst. Es kann gut sein, dass du mich auch nachher suchen kommst. Aber ich möchte unbeschwert sein. Weißt du, neulich habe ich mir gedacht: ,Der ist doch etwas krank, ich muss ihm die Gute Nacht streichen'“, habe ihre Antwort auf die Sprachnachricht gelautet; Giulia hatte wohl bereits eine böse Vorahnung.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1046505_image" /></div> <h3> Notizen, die mutmaßlich auf einen Mord hindeuten</h3>Im weiteren Tagesverlauf des 7. Novembers dauerte die alltägliche Abwärtsspirale der Wutausbrüche, gefolgt von Entschuldigungen und Versöhnungsanfragen im Nachrichtenverlauf mit Turetta an. <BR /><BR />Gegen 21.15 Uhr soll der Mörder eine Notiz auf seinem Handy angelegt haben: „Karte, großer Rucksack, Messer, voll tanken, Geld, Müllsäcke, Knöchel oberhalb und unterhalb der Knie fesseln, Autotür blockieren, Klebeband.“ Notizen, welche die Anklagepunkte gegen ihn weiter verhärten.<BR /><BR />Angesichts der Schwere der Vorwürfe, droht Turetta eine lebenslange Freiheitsstrafe.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1029624_image" /></div> <h3> Zehntausende gehen auf die Straße</h3>Aus dem Fall Cecchettin hat sich in Italien längst eine Grundsatzdebatte über Gewalt gegen Frauen entwickelt. Aus Protest gegen sogenannte Femizide gingen in verschiedenen Städten Zehntausende auf die Straße.