Carlomagno, der die erste Nacht hinter Gittern verbracht hat, hatte am Tag des Verschwindens seiner Frau am 9. Jänner selbst Anzeige erstattet und angegeben, Torzullo habe das Haus vermutlich zu Fuß verlassen. Sie habe das Auto nicht benutzt. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1263354_image" /></div> <BR />Diese Darstellung weckte früh Zweifel. Videoaufnahmen zeigen, dass Torzullo am Abend zuvor gegen 23.00 Uhr in das Haus zurückkehrte, es aber danach nicht mehr verließ. Zu sehen ist dagegen, wie Carlomagno am nächsten Morgen gegen 7.00 Uhr mit seinem Fahrzeug wegfuhr.<h3> Dreistündige Lücke am Tag des Verschwindens</h3>Auffällig ist eine rund dreistündige Lücke: Der 45-Jährige traf erst gegen 10.00 Uhr an seinem Arbeitsplatz ein. Er erklärte dies mit einem längeren Aufenthalt in einer Bar, wofür es nach Angaben der Ermittler keine Bestätigung gibt. Torzullo erschien an diesem Tag nicht bei ihrer Arbeitsstelle. Angehörige und Kollegen schlossen ein freiwilliges Verschwinden aus.<BR /><BR />Weitere Belastungen ergaben sich aus der Auswertung von GPS-Daten eines Fahrzeugs und eines Firmenlastwagens, die Carlomagno nutzte. Demnach bewegte er sich am Tattag mehrfach zwischen verschiedenen Grundstücken hin und her. In dem Wohnhaus sowie im Lastwagen fanden Ermittler größere Mengen Blut. Zudem berichtete ein Zeuge, Carlomagno habe den Laderaum des Fahrzeugs am Nachmittag des 9. Jänner mit einem Hochdruckreiniger gesäubert.<h3> Leiche in Erdloch gefunden</h3>Nach Angaben der Staatsanwaltschaft in Civitavecchia, die im Fall ermittelt, hatten die Indizien gegen Carlomagno eine erhebliche Beweiskraft erreicht. Kurz darauf wurde auf einem Grundstück in weniger als drei Kilometern Entfernung vom Wohnhaus die Leiche von Federica Torzullo entdeckt. Carlomagno wurde abgeführt und in Untersuchungshaft genommen.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1263357_image" /></div> <BR /><BR /> Die Leiche Federica Torzullos, die als Postangestellte am Flughafen Fiumicino arbeitete, ist von Carabinieri in einem Erdloch gefunden worden, das mit einem Bagger ausgehoben und mit Gestrüpp abgedeckt worden war. Das Grab befand sich auf einem Grundstück neben dem Gelände des Erdbauunternehmens der Familie Carlomagno. Das Mobiltelefon von Federica Torzullo sowie die mutmaßliche Tatwaffe sind bislang nicht gefunden worden. Die Ermittlungen dauern an.