Dem 24-jährigen Freund der jungen Frau wird vorgeworfen, sie in seiner Wohnung aus Wut wegen vermeintlicher Untreue ermordet zu haben. Ein Urteil wurde für den Nachmittag erwartet.Der Mann soll sein Opfer in der Nacht auf den 14. September 2013 am Hals gepackt, die junge Frau bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt und erstickt haben. Danach habe er die Leiche in den Inn geworfen.Tagelang nach Larissa gesucht: Große Bestürzung in SüdtirolDie 21-Jährige blieb zunächst verschwunden und wurde bei einer groß angelegten Suchaktion am 6. Oktober aus dem Inn geborgen. Auch in Südtirol hatte der Fall großes Entsetzen und Bestürzung ausgelöst.Staatsanwältin: Angeklagter täuschte „meisterhaft“Staatsanwältin Gertraud Pfeifenberger schilderte in ihrem Eröffnungsplädoyer die Tat und erklärte, wie der Beschuldigte daraufhin tagelang die Polizei in die Irre geführt habe. „Er verstand es meisterhaft, seine Umgebung zu täuschen“, meinte Pfeifenberger in Richtung der Geschworenen.Die Verbindungsdaten seines Handys verrieten den Angeklagten laut der Staatsanwältin schließlich.Verteidigerin: „Kein einfacher Fall“Verteidigerin Eva Kathrein argumentierte, dass es sich nicht um einen einfachen Fall handle, obwohl der Angeklagte geständig und der Sachverhalt eindeutig sei. Immerhin müssten die Geschworenen über eine „tatangemessene Strafe“ entscheiden.Angeklagter bekennt sich schuldigDer Angeklagte bekannte sich vor Richter Norbert Hofer schuldig. „Ich habe sie sehr gemocht, wir wollten es miteinander probieren“, sagte der Beschuldigte über seine Beziehung zum Opfer.Er sei eifersüchtig geworden, meinte der 24-Jährige im bis auf den letzten Platz besetzten Gerichtssaal. Den Prozess verfolgten auch Larissas Eltern und ihre Schwester.Er habe Larissa kurz vor der Tat zu einem Vorfall mit zwei anderen jungen Männern befragt. „Ich hab sie gefragt, ob da was gelaufen ist“, meinte er. Sie habe daraufhin mit einem „nein, nein, nein“ und einem „ironischen Lächeln“ geantwortet.„Dann habe ich nur mehr rot gesehen“, schilderte der Angeklagte. Daraufhin geschah alles innerhalb von Sekunden und er sei sich vorgekommen „wie in einem schlechten Film“, fügte der 24-Jährige hinzu.„Ich würde mein Leben geben, um das wieder gut zu machen“„Ich wollte nie jemanden verletzen. Ich wollte nicht wahrhaben was passiert ist“, beteuerte der junge Mann. „Ich würde mein Leben geben, um das wieder gut zu machen“, fügte er hinzu.Er habe viel Zeit gehabt, über das Geschehene nachzudenken, und könne ausschließen, dass er jemals wieder so etwas tun werde. Es sei das Schlimmste gewesen, was er jemals erlebt habe, erklärte der 24-Jährige.apa