Freitag, 30. November 2018

Fall Obrist: Staatsanwaltschaft fordert 30 Jahre Haft

Im Prozess rund um den Todesfall von Marianne Obrist im August 2017 hat die Staatsanwaltschaft am Freitag wie erwartet lebenslange Haft für den Angeklagten Badr Rabih gefordert: Nach Abzug der Strafreduzierung durch das verkürzte Verfahren bedeutet das 30 Jahre Haft für den Lebensgefährten der Toten.

Die Staatsanwaltschaft hat 30 Jahre Haft für Badr Rabih gefordert. - Foto: DLife
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Die Staatsanwaltschaft hat 30 Jahre Haft für Badr Rabih gefordert. - Foto: DLife

Marianne Obrist war im August 2017 tot in ihrer Wohnung in Milland aufgefunden worden: Ihr damaliger Lebensgefährte Badr Rabih aus Marokko hatte den Notruf abgesetzt. Er behauptete, sie sei gestürzt und habe sich so die tödlichen Verletzungen zugezogen.

Erst später gab er zu, für die Verletzungen verantwortlich zu sein: Laut Gutachten war Obrist zunächst mit einem Stock und anschließend mit einem Baseballschläger aus Aluminium geschlagen worden. Zuletzt war auf die im Sterben liegende Frau noch mit einem spitzen Gegenstand - vermutlich ein Messer - eingestochen worden.

Am Freitag forderte die Staatsanwaltschaft vor Voruntersuchungsrichter Peter Michaeler lebenslängliche Haft für den Marokkaner, dem sie Mord vorwirft. Da bei einem verkürzten Verfahren das Strafmaß automatisch um ein Drittel reduziert wird, bedeutet das 30 Jahre.

Am 18. Dezember folgen die Plädoyers der Verteidiger: Sie beharren auf schwerer Körperverletzung mit Todesfolge, nicht auf Mord.

stol/liz

stol