Mittwoch, 27. Januar 2021

Fall Perselli/Neumair: Suche stellt Taucher vor große Herausforderung

Am Dienstag blieb die Suche nach Spuren im mutmaßlichen Mordfall Laura Perselli und Peter Neumair entlang der Etschbrücke beim Safety Park zur Frizzi Au ergebnislos. Am Mittwoch wurde die komplexe Suche wieder aufgenommen. Das Gebiet wurde – anders als noch am Dienstag – komplett abgesperrt.

Das Strömungstauchen ist eine komplexe Prozedur und stellt hierbei die Einsatzkräfte vor eine große Herausforderung. - Foto: © Landesverband der FW
Wie berichtet, hatte die Staatsanwaltschaft sowie die ermittelnden Polizeibehörden am Dienstag erneut eine Suchaktion rund um jene Brücke, an der – wie berichtet – Blutspuren sichergestellt wurden, angeordnet. Bis zum Einbruch der Dunkelheit standen die Carabinieri, die Wasserrettung der Berufsfeuerwehr, die Wasserrettung von Bozen und Brixen, die Tauchergruppen der Feuerwehren und die Freiwilligen Feuerwehren von Pfatten und Leifers im Einsatz. Ohne Erfolg.




Großräumige Sperre


Am Mittwoch wurde die Suche um 9 Uhr wieder aufgenommen. Hierbei wurden besondere Suchpunkte, welche bereits bei der Suche am Dienstag ausgeforscht worden waren, genau untersucht. Unter anderem hat ein Taucher der Freiwilligen Feuerwehren den Grund des Flusses an diesen Stellen durchkämmt.

Das Strömungstauchen ist eine komplexe Prozedur und stellt hierbei die Einsatzkräfte vor eine große Herausforderung. Damit die Taucher bei diesem Fließgewässer die Position in der Strömung halten können, wurde mit dem Kranfahrzeug der Berufsfeuerwehr ein 800 Kilogramm schwerer Betonblock in die Etsch gelassen und anschließend wieder geborgen.




Der Taucheinsatz am Mittwoch wurde von der Tauchergruppe der Freiwilligen Feuerwehren durchgeführt, die Berufsfeuerwehr Bozen, die Freiwillige Feuerwehr von Leifers und Pfatten sowie die Carabinieri standen im Einsatz.

Das Gebiet wird weiterhin nach Suchpunkten abgetastet, hierbei kommen auch technische Hilfsmittel der Berufsfeuerwehr Bozen wie Sonargeräte und Echolote zum Einsatz.




Das Gebiet wurde großräumig abgesperrt, weder zu Fuß noch per Rad oder Auto ist der Schauplatz der Suchaktion zu erreichen. Es herrscht absolutes Foto- und Filmverbot.

Einen Moment Bitte - das Video wird geladen



Spurensuche auch auf dem Handy

Wie berichtet, steht der Sohn des Ehepaars, Benno Neumair unter Mordverdacht. Indizien oder gar Beweise gibt es bislang noch keine. Und auch von den beiden Vermissten oder deren Leichen fehlt weiter jede Spur. Benno Neumair befindet sich jedenfalls weiter auf freiem Fuß. Und für ihn gilt auch weiter die Unschuldsvermutung.

Dennoch: Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Jetzt werden auch die Handydaten von Benno Neumair ausgewertet– in wenigen Tagen wird hier mit dem Ergebnis gerechnet. Die auch als Bit-Stream-Kopie bekannte, exakte Reproduktion des Inhalts des Telefons könnte von strategischer Bedeutung werden.

Hier lesen Sie, was Bennos Freundin, Onkel und Schwester zu dem Fall sagen.

vs