Donnerstag, 01. Februar 2018

Fall Schwazer: Köln wird Urin-Probe liefern

Erst am Mittwoch hatte Richter Walter Pelino mit einer offiziellen Verwarnung an das Kölner Labor gedroht, sollte es nicht bald mit der Urin-Probe des Gehers Alex Schwazer herausrücken. Bereits am Donnerstag setzten sich die seit einem Jahr still stehenden Mühlen in Gang.

Die Urin-Proben von Alex Schwazer sollen nun endlich von Köln nach Parma geschickt werden.
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Die Urin-Proben von Alex Schwazer sollen nun endlich von Köln nach Parma geschickt werden. - Foto: © LaPresse

Die Urin-Proben, die Schwazer am 1. Jänner 2016 in Kalch entnommen worden waren und in denen Spuren von synthetischem Testosteron festgestellt wurden, hatte Richter Pelino bereits vor einem Jahr angefordert. Sie hatten zum Ausschluss Schwazers von den Olympischen Spielen in Rio geführt.

Am Mittwoch wurde es dem Richter zu bunt: Er drohte mit einer offiziellen Verwarnung, der eine Anzeige folgen könnte, sollte Köln erneut nicht reagieren.

Die Drohung zeigte Wirkung: Wie die italienische Nachrichtenagentur AGI in Berufung auf Informanten aus Schwazers direktem Umfeld erklärt, hat die deutsche Kriminalpolizei am Donnerstag das Datum der Übergabe auf den 7. Februar fixiert.

Uhrzeit und Art der Abholung der Proben sind noch nicht geklärt. Sie sollen im Labor der Carabinieri-Sondereinheit RIS in Parma erneut überprüft werden. 

Auch die Sendung „Südtirol Heute“ hat sich mit dem Fall befasst.

stol

stol