Der französische Anwalt Thibault de Montbrial bestätigte am Dienstag auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Nafissatou Diallos US-Anwalt Douglas Wigdor entsprechende Medienberichte. Die am Morgen eingereichte Klage richte sich gegen eine ranghohe Mitarbeiterin des Rathauses von Sarcelles – einem Ort, in dem der frühere IWF-Chef starken politischen Rückhalt genießt.Nach Darstellung des Anwalts habe die Mitarbeiterin eine französische Zeugin in den USA angerufen und ihr geraten, nicht gegen Strauss-Kahn auszusagen. Die potenzielle Zeugin habe einst eine Affäre mit dem sozialistischen Politiker gehabt.Die 32-jährige Diallo aus dem westafrikanischen Guinea hatte den Franzosen Strauss-Kahn (62) bezichtigt, ihr sexuelle Gewalt angetan zu haben. Der frühere Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF) hatte sich in dem US-Verfahren gegen ihn in allen Anklagepunkten für „nicht schuldig“ erklärt. Die Aussagen Diallos werden vom US-Staatsanwalt aber angezweifelt, seit sie sich bei Vernehmungen in Widersprüche und Lügen verstrickte. Er hatte daher die Einstellung des Verfahrens beantragt. apa/dpa