Donnerstag, 09. April 2015

Falsche Cousine soll sich Flug zu Absturz-Region erschlichen haben

Gefälschte Trauer für kostenlosen Südfrankreich-Flug? Die Polizei ermittelt gegen eine Frau, die im Verdacht steht, sich als falsche Angehörige eines Germanwings-Opfers ausgegeben zu haben. Auf diese Weise soll sie mit Lufthansa in die Unglücksregion geflogen sein.

Foto: © APA/EPA

Eine Frau soll sich als Angehörige eines Opfers des Germanwings-Absturzes ausgegeben haben, um auf Kosten der Fluggesellschaft nach Südfrankreich zu fliegen. Die Konzernmutter Lufthansa prüft derzeit rechtliche Schritte gegen die vermeintliche Angehörige, wie ein Sprecher auf Nachfrage am Donnerstag sagte.

Gab an, Cousine einer Verstorbenen zu sein

Nach Informationen der „Halterner Zeitung“ hatte die Frau aus dem Kreis Höxter in Nordrhein-Westfalen fälschlicherweise behauptet, die Cousine einer Lehrerin des Halterner Gymnasiums zu sein, das bei dem Unglück in den französischen Alpen 16 Schüler und zwei Lehrerinnen verlor. Auf diese Weise soll sie in Begleitung von drei Personen zweimal in die Unglücksregion geflogen sein – ohne dass sie mit der getöteten Lehrerin in Verbindung stand. Die Zeitung beruft sich dabei unter anderem auf den Vater des Opfers.

Wegen Betrugsverdacht hat die Polizei in Höxter Ermittlungen aufgenommen. Nach Angaben eines Sprechers hatte sich die Lufthansa an die Polizei gewandt.

dpa

stol