<BR />In Trient wurde ein junger Italiener nach Ermittlungen der mobilen Einsatzgruppe der Polizeidirektion wegen Betrug verhaftet. Der Mann soll sich als Maresciallo der Carabinieri ausgegeben und eine Frau getäuscht haben. Er habe behauptet, das Kennzeichen ihres Autos sei nach einem Überfall auf ein Juweliergeschäft erfasst worden. Deshalb müssten das in ihrer Wohnung aufbewahrte Bargeld und der Schmuck mit der Beute abgeglichen werden. Nachdem er sich entfernt hatte, bemerkte die Frau den Betrug und alarmierte die Polizei.<BR /><BR />Kurz darauf konnte die Bahnpolizei den Verdächtigen stoppen, als er gerade in einen Zug einsteigen wollte. Bei der Kontrolle wurde er im Besitz der gestohlenen Gegenstände angetroffen. Er wurde verhaftet und ins Gefängnis gebracht.<h3> Falsche Carabinieri auch in Bozen</h3>Ein ähnliches Vorgehen wurde kürzlich auch in Bozen gemeldet: Dort sollen sich zwei Unbekannte unter dem Vorwand von Ermittlungen Zutritt zur Wohnung einer 60-jährigen Frau verschafft haben. Die Täter sollen sich ebenfalls als Carabinieri ausgegeben und erklärt haben, nach einem Raubüberfall ein Fluchtfahrzeug zu suchen, dessen Kennzeichen dem ihres Ehemannes entspreche. Die Frau sei daraufhin in Panik geraten und ließ die Männer in die Wohnung.<BR /><BR />Dort hätten die Betrüger eine Durchsuchung vorgetäuscht und die Frau dazu gebracht, ihren Safe zu öffnen. Erst nachdem die Männer verschwunden waren, habe sie festgestellt, dass Schmuck, Wertgegenstände sowie rund 8.000 Euro Bargeld entwendet worden waren. Anzeige wurde bei der Quästur erstattet, die Ermittlungen laufen.<BR /><h3> Tipps der Behörden</h3> Die Behörden warnen angesichts des Vorfalls erneut vor Betrugsmaschen. Die Polizei stellt klar, dass echte Beamte niemals Bargeld oder Wertsachen fordern. Auch gibt es keine Kautionen, um eine Festnahme abzuwenden.<BR /><BR />Die Experten raten dazu, Unbekannten grundsätzlich keinen Zutritt zur Wohnung zu gewähren und keine sensiblen Daten oder Bankdetails preiszugeben. Bei Behauptungen über Notfälle von Angehörigen sollte man die Angaben immer selbst direkt bei den Betroffenen nachprüfen. In Verdachtsfällen wird empfohlen, sofort den Notruf 112 zu wählen.