Wie die Finanzwache am Montag in einer Aussendung erklärt, habe sich ein gewisser „Hauptmann Coppola“ der Finanzwache in letzter Zeit bei mehreren Tankwarten telefonisch gemeldet.Er soll gebeten haben, eine Tankkarte mit Geld aufzuladen. In manchen Fällen soll er, auch wegen seiner einschüchternden Art, bis zu 500 Euro erhalten haben.Der vermeintliche Hauptmann habe nie genauere Gründe für seine Bitte angegeben, sondern lediglich von einer dienstlichen Angelegenheit gesprochen haben.Manchmal soll er auch einen Notfall vorgegeben haben, etwa, dass seine Tochter in einen nie passierten Verkehrsunfall verwickelt sei.Dabei betonte er jedoch stets, dass er am nächsten Tag vorbeikommen und bezahlen wolle. Wurde seiner Bitte nicht stattgegeben, soll er mit Kontrollen gedroht haben.Tankwarte schöpften VerdachtGlücklicherweise hatten einige Tankwarte Verdacht geschöpft, sowohl jene, die gezahlt hatten, als auch jene, die abgelehnt hatten.Sie alarmierten die Finanzwache und zeigten den Mann an.Daraufhin übernahm die Wache von Bruneck, in deren Raum die meisten der in ganz Südtirol erfolgten Anrufe getätigt worden waren, die Ermittlungen.Mit technischen Hilfsmitteln wurde festgestellt, dass die Anrufe aus Kampanien getätigt wurden. Gemeinsam mit den dort stationierten Rettungskräften konnte „Hauptmann Coppola“ ausfindig gemacht werden.Auf dem Handy des Mannes konnten auch die Anrufe nach Südtirol festgestellt werden.Mit Masche 2500 Euro eingenommenDer Mann aus Maddaloni in Caserta ist den dortigen Ordnungshütern bereits bekannt. Er soll sich bereits zuvor als Carabiniere oder als Mann der Finanzwache ausgegeben haben.Die Summe, die er im Zuge der Betrügereien eingenommen haben soll, beläuft sich nach derzeitigem Stand der Ermittlungen auf 2500 Euro.Es wird auch nach eventuellen Komplizen gefahndet.liz