Freitag, 05. Februar 2021

Falscherklärungen und Quarantänebruch: Im Pustertal setzt es Anzeigen

Es gibt sie, die Leute, die sich nicht um Corona-Regeln scheren – Notstand hin oder her. 7 solche haben die Carabinieri unlängst ausgeforscht.

Die Carabinieri kontrollieren, ob stimmt, was in den Selbsterklärungen steht.
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Die Carabinieri kontrollieren, ob stimmt, was in den Selbsterklärungen steht. - Foto: © Carabinieri Sexten
Die Vorfälle reichen mehrere Wochen zurück, denn die Ermittlungen in den Fällen seien langwierig gewesen, heißt es in einer Aussendung.

3 Urlauber wurden Mitte Dezember in Sexten kontrolliert: Sie kamen aus Triest, und erklärten, aus Arbeitsgründen in Südtirol zu sein. Damals war Südtirol orange Zone, Triest gelbe und es war nicht erlaubt, zwischen den Provinzen zu reisen – außer bei Notwendigkeiten von Arbeit, Studium, Gesundheit und Dringlichkeit. Der angebliche Auftraggeber der 3 gab an, dass er tatsächlich bereits mit den Triestinern zusammengearbeitet hatte – allerdings liege das schon länger zurück. Die 3 wurden daraufhin wegen ihrer falschen Angaben angezeigt.

Rätsel um Ankunftsdatum von 2 Touristen aus Rom

Zu Weihnachten hielten die Carabinieri in Sexten 2 Touristen aus Rom an, die durch das Dorf spazierten. Die beiden erklärten, dass sie am 20. Dezember in Sexten angekommen seien, als es noch erlaubt gewesen sei. Tatsächlich war aber aus den Unterlagen ihrer Unterkunft ersichtlich, dass sie erst am 24. angekommen waren – obwohl auch der Betreiber des Urlaub-auf-dem-Bauernhof-Betriebes erklärt hatte, sie seien am 20. angekommen. Die Militärs wollten also die beiden Touristen und den Betreiber wegen Falschaussage anzeigen.

Doch das Ehepaar konnte mithilfe des Telepass' und diverser Kreditkartenbelege nachweisen, dass es tatsächlich am 20. in Sexten angekommen war. Schlussendlich stellte sich heraus, dass der Besitzer und eine Angestellte die beiden erst am 24. registriert hatten, obwohl sie am 20. angekommen waren. Nun muss der Betreiber und seine Angestellte mit einer Anzeige wegen Registerfälschung und der unterlassenen Meldepflicht rechnen.

Quarantäne missachtet – Anzeige

Die Carabinieri von Welsberg-Taisten haben eine Frau aus dem Gsieser Tal angezeigt, die trotz positiven PCR-Abstrichs wiederholt aus dem Haus gegangen war.

Die Beamten von Winnebach zeigten einen Arbeiter aus Sexten an, weil er angegeben hatte, einen negativen PCR-Test vorweisen zu können, obwohl er gar keinen Test gemacht hatte.

kn

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