Die Immobilie wurde von einem Restaurantbesitzer aus der Abruzzen-Stadt Ortona bereitgestellt und soll der Familie als Wohnsitz dienen, bis das bisher bewohnte Gebäude renoviert ist - eine der Voraussetzungen für eine mögliche Wiedervereinigung mit den Kindern. Das neue Haus verfügt laut Eigentümer über zwei große Räume, eine Küche, einen Brunnen, eine Trockentoilette sowie Räume für Tiere. Sie ist nicht weit entfernt von dem Bauernhaus, in dem die Familie bisher gelebt hatte.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1244334_image" /></div> <BR /><BR />Die Vertragsunterzeichnung erfolgte kurz nach Einreichung eines Einspruches gegen die Entscheidung des Jugendgerichts der Stadt L´Aquila, die Kinder von den Eltern zu trennen. Die Anwälte der Familie, Marco Femminella und Danila Solinas, beanstanden darin unter anderem die hygienischen Bedingungen des ursprünglichen Hauses sowie die Bewertung des familiären Lebensstils und des sogenannten Unschooling. Die Darstellung, die Eltern hätten ihre Kinder vernachlässigt, weisen sie zurück. Den Kindern sei nie der Kontakt zu Gleichaltrigen verwehrt worden. „Catherine und Nathan haben stets ausschließlich das Wohl ihrer Kinder im Blick gehabt. Die Entscheidung, in ihrem Haus in Palmoli zu leben und die Kinder nach nicht-stereotypen Werten zu erziehen, ist keineswegs Ausdruck von Nachlässigkeit, sondern Ausdruck einer Lebensphilosophie, an die sie glauben und weiterhin fest glauben“, heißt es in einer Mitteilung der Anwälte. Der frühere Anwalt der Familie, Giovanni Angelucci, war zuvor abberufen worden.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1244337_image" /></div> <BR /><BR />Nathan Trevallion zeigte sich dankbar für das Haus. Er erklärte, man habe Vertrauen in die Justiz, weitere Kommentare wolle er jedoch nicht abgeben. Mutter Catherine lebt seit zehn Tagen mit den Kindern in einer Sozialeinrichtung in der Stadt Vasto.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1244340_image" /></div> <BR /><BR />Der Fall hatte in Italien politisches und öffentliches Interesse ausgelöst. Vizepremier Matteo Salvini hatte der Familie wiederholt Unterstützung zugesichert. Die Lega startete in Palmoli und mehreren Städten der Abruzzen eine Unterschriftensammlung zugunsten der Eltern. Gleichzeitig kündigte die Richtervereinigung ANM an, in der kommenden Woche in L'Aquila zusammenzukommen, um die am Verfahren beteiligten Jugendrichterinnen und -richter zu unterstützen, die in sozialen Netzwerken angegriffen worden waren, weil sie den Eltern vorläufig das Sorgerecht entzogen hatten. Am kommenden Samstag ist vor dem Familienministerium in Rom zudem eine Solidaritätskundgebung mit den Eltern aus Palmoli geplant.