Samstag, 12. Oktober 2019

Familientragödie in Foggia

In Apulien hat sich ein Familiendrama ereignet. Ein Vater tötete zuerst seine Familie und nahm sich anschließend selbst das Leben.

In diesem Haus in Orta Nova ereignete sich die Familientragödie.
In diesem Haus in Orta Nova ereignete sich die Familientragödie. - Foto: © ANSA / FRANCO CAUTILLO

Samstagnacht griff in Orta Nova (in der Nähe von Foggia) ein 53-Jähriger Familienvater, der ein Beamter der Gefängnispolizei war, zu seiner Dienstwaffe und erschoss zuerst seine 54-jährige Frau und anschließend seine beiden Töchter im Alter von 12 und 18 Jahren.
Kurz darauf alarmierte er die Carabinieri, erzählte von seiner Tat und nahm sich noch vor deren Eintreffen mit einem Kopfschuss das Leben. Hinweise für das Motiv der Tat gibt es bislang noch keine.

Der Freund der 18-jährigen Tochter berichtete gegenüber der italienische Nachrichtenagentur Ansa, dass sie eine ruhige Familie, ohne größere Probleme waren. Auch die Nachbarin habe keinen Streit oder Schreie mitbekommen, ihr sei lediglich aufgefallen, dass der Vater in letzter Zeit etwas deprimiert gewirkt habe.
„Mein Sohn hat einen Knall gehört, aber wir haben nicht gedacht, dass es sich dabei um den Schuss einer Pistole handeln würde“, meint die Nachbarin gegenüber der Nachrichtenagentur Ansa. Die Familie hinterlässt einen 26-jährigen Sohn, der in Ravenna lebt.
„Es gab nichts, was auf eine so schockierende Tragödie hingedeutet
hätte“, sagte der Bürgermeister des Ortes Orta Nova, Mimmo
Lasorsa, der Nachrichtenagentur Adnkronos.
Kollegen und Freunde des Täters hätten angegeben, dass es vorher keine Auffälligkeiten gegeben habe und dass auch keine Familienprobleme bekannt gewesen seien. Die ganze Stadt sei in Trauer, erklärte er auf Facebook. Von einer „entsetzlichen Tragödie“ sprach auch die Gewerkschaft der Gefängnispolizei.

jno