Bösartige TumoreDie Inzidenzschätzungen der in der Südtiroler Wohnbevölkerung diagnostizierten bösartigen Tumoren beziehen sich auf den Fünfjahreszeitraum 2001 bis 2005. Für den besagten Zeitraum wurden im Jahresdurchschnitt 1.516 neue Fälle unter den Männern (650,5 pro 100.000) und 1.164 unter den Frauen (486,4 pro 100.000) diagnostiziert. Hauttumore ausgeschlossen sind für das Jahr 2010 1.814 neue Fälle unter den Männern und 1.388 neue Fälle unter den Frauen zu erwarten. Die unter den Kindern (0-14 Jahre) beobachteten Tumorfälle betrugen im Jahresdurchschnitt 5,8 für die Jungen und 4,8 für die Mädchen.Prostata bei Männern, Mammakarzinom bei Frauen am häufigstenSchließt man die Hautkarzinome aus, betreffen die am häufigsten, bei den Männern auftretenden Tumoren die Lokalisationen Prostata (24,3 Prozent der Fälle), Kolon-Rektum (11,8 Prozent), Lunge (9,6 Prozent), Blase (9,1 Prozent) und Magen (5,2%). Bei den Frauen tritt das Mammakarzinom (25,2 Prozent der Fälle) an erster Stelle unter den Neoplasien auf, gefolgt vom Kolon- und Rektumkarzinom (11,8 Prozent), Magenkarzinom (5,3 Prozent), Lungenkarzinom (5,1 Prozent) und den Melanomen (5 Prozent).1.374 TodesfälleIm Zeitraum 2001-2005 verstarben pro Jahr durchschnittlich 621 Männer an Tumorerkrankungen (266,6 Todesfälle pro 100.000 Einwohner) und 504 Frauen (210,5 Todesfälle pro 100.000). Für das Jahr 2010 können somit für Südtirol insgesamt 1.374 Todesfälle aufgrund von Tumoren geschätzt werden, davon 775 unter den Männern und 599 unter den Frauen.Unter den Männern sind die häufigsten Todesursachen aufgrund von Neoplasien das Lungenkarzinom (20,3 Prozent der Fälle), das Kolon-Rektum-Karzinom (11,9 Prozent), das Prostatakarzinom (10,5 Prozent), das Magenkarzinom (8,4 Prozent) und das Leberkarzinom (6,7 Prozent). Bei den Frauen ist das Mammakarzinom für die meisten Todesfälle verantwortlich (16,7 Prozent), gefolgt vom Kolon-Rektum-Karzinom (11,8 Prozent), vom Lungenkarzinom (9,1 Prozent), vom Magenkarzinom (8,4 Prozent) und vom Pankreaskarzinom (8,3 Prozent).