Die Behörde sprach von einem „außergewöhnlichen archäologischen Fund“, der neue Erkenntnisse zur Chimú-Gesellschaft und ihrer Bestattungsbräuche liefere. Das Reich der Chimú erstreckte sich ab etwa dem Jahr 900 bis Mitte des 15. Jahrhunderts entlang der Pazifikküste des heutigen Peru bis nach Ecuador, bis es von den Inka erobert wurde.<BR /><BR />Die Grabstätte besteht aus einer zentralen Kammer und zwei Seitenkammern. Um die Skelette herum und auf ihnen wurden Schmuckstücke und zeremonielle Gegenstände gefunden, darunter Ohrringe, Halsketten und Kopfschmuck aus Metall. Dies deutet laut den Forschern auf die gehobene gesellschaftliche Stellung hin.<BR /><BR />Unter den beigesetzten Personen sticht eine hervor, deren Bestattungsweise vom bekannten Muster abweicht. Der Körper wurde vollständig ausgestreckt beigesetzt. Sonst sind Chimú-Bestattungen durch gebeugte Sitzhaltungen gekennzeichnet. Dies könnte auf ein Opferritual oder einen großen hierarchischen Unterschied hinweisen.