Samstag, 21. März 2020

Fast 800 Tote am Samstag in Italien

Die Zahl der Coronavirus-Todesopfer und der Infizierten in Italien ist erneut rasant angestiegen. 793 Todesopfer wurden am Samstag in ganz Italien gemeldet - so viele wie nie zuvor binnen eines Tages. Bei uns in Südtirol ist die Zahl der Toten auf 26 gestiegen.

Polizeikontrollen in Rom.
Polizeikontrollen in Rom. - Foto: © APA (AFP) / ALBERTO PIZZOLI
Die Bilanz der Todesopfer kletterte damit auf 4825 Personen, teilte der Zivilschutz in Rom mit. Die Zahl der Infizierten stieg auf 42.681.

Allein in der Lombardei, der von der Coronavirus-Epidemie am stärksten betroffenen italienischen Region, stieg die Zahl der Todesopfer um 546 Personen. Damit kletterte die Zahl der dortigen Todesopfer seit Beginn der Epidemie am 20. Februar auf 3095.

Wie der lombardische Gesundheitsbeauftragte Giulio Gallera in Mailand mitteilte, stieg die Zahl der Infizierten an einem Tag um 3251 auf insgesamt 25.515 Personen. 8258 Menschen liegen im Krankenhaus, 1093 Personen befinden sich auf der Intensivstation.

Bergamo und Brescia sind die am stärksten betroffenen lombardischen Städte, gefolgt von Cremona. In der lombardischen Hauptstadt Mailand wurden 4672 Infizierte gemeldet, 868 mehr als am Freitag.

„Die Experten hatten uns gesagt, dass der 13. und der 14 Tag nach dem Inkrafttreten der restriktiven Vorbeugungsmaßnahmen die härtesten sein würden, und sie hatten Recht. Die Zahlen bezeugen, dass die Epidemie stark wächst“, sagte Gallera.

Der Mailänder Bürgermeister Giuseppe Sala rief in einem Video seine Mitbürger zum Durchhalten in Zeiten der Coronavirus-Krise auf. Mailand sei bisher nicht so stark wie andere Städte der Lombardei von der Seuche betroffen. „Wir müssen durchhalten, denn der Zusammenbruch einer Stadt mit 1,4 Millionen Einwohnern wäre ein Desaster für das Gesundheitssystem“, so Sala.

In Südtirol stieg die Zahl der an oder mit dem Coronavirus gestorbenen Personen am Samstag indes auf 26.

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apa