Matilde Lorenzi aus Villarbasse (Provinz Turin) galt als großes Speedtalent bei den „Azzurre“, war Mitglied des Europacup-Teams und wurde im April 2024 in Reinswald zur Super-G-Italienmeisterin gekürt. Am 29. Oktober desselben Jahres stürzte sie beim Training im Schnalstal so schwer, dass sie kurz darauf den Folgen ihrer Verletzungen erlag. <BR /><BR />Im Rahmen des Beweissicherungsverfahrens soll der Unfallhergang rekonstruiert und auf mutmaßliche Verantwortlichkeiten Dritter geprüft werden. Im Ermittlungsregister stehen zwei Namen: jener des Sicherheitsbeauftragten für die Skipisten und Skilifte des Skigebiets „Alpin Arena Schnalstal“ und jener des Trainers und Vorbereiters der Riesenslalom-Trainingspiste „Grawand G1“, wo sich der Unfall ereignet hatte. <BR /><BR />Im Jänner hatte der Amtssachverständige Roberto Nizzi – er ist Fachmann für Pistensicherheit – um eine Verlängerung der ursprünglichen 90-Tage-Frist angesucht. <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/toedlicher-skiunfall-von-matilde-lorenzi-warum-sich-das-gutachten-verzoegert" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">(STOL hat berichtet)</a><BR /><BR />Mit dem rechtsmedizinischen Gutachten hatte der U-Richter Dr. Mario Domenico Gulisano betraut. Dieser regte gestern an, den Uni-Professor und Leiter des Trauma-Centers im Niguarda-Spital von Mailand, Dr. Oswaldo Chiara, einzubeziehen – was der Richter auch verfügte. Am 28. September werden die Ergebnisse dem U-Richter ihre Erkenntnisse erläutern.