Dem Lieferwagenfahrer wird fahrlässige Tötung im Straßenverkehr („omicido stradale“) sowie schwere fahrlässige Körperverletzung im Straßenverkehr zur Last gelegt.<BR /><BR />Der fatalen Unfall hatte sich am 3. März 2025 ereignet. Simone Napoli (19), sein Bruder (20) und dessen Freundin waren auf Urlaub in Südtirol. Sie waren talauswärts unterwegs, als ihnen auf der Höhe des Busbahnhofs in Birchabruck ein taleinwärts fahrender Lieferwagen eines Kurierdienstes entgegenkam. <BR /><BR />Der Lieferwagen soll plötzlich auf die Gegenfahrbahn geraten sein. Der Zusammenstoß mit dem Pkw des Typs Alfa Romeo Giulietta der drei jungen Leute war heftig. Simone Napoli, der am Rücksitz saß, zog sich die schwersten Verletzungen zu, er erlag ihnen noch an der Unfallstelle. Sein Bruder, der das Auto gelenkt hatte, musste im Bozner Spital operiert werden. Seine Freundin am Beifahrersitz wurde mittelschwer verletzt, ebenso der Lieferwagenfahrer. Gegen letzteren hat die Staatsanwaltschaft in der Folge Anklage erhoben. <BR /><BR />Dem Anklagesatz zufolge seien die Reifen des Lieferwagens, an dessen Steuer der Beschuldigte unterwegs war, glatt bzw. schon stark abgefahren gewesen. Der Lieferwagen selbst gehörte allerdings nicht dem Beschuldigten, sondern der Firma, bei der er als Paketkurier angestellt war. <BR /><BR />Die Versicherung hat inzwischen den Großteil an Schadenersatz ausbezahlt, der Rest soll bis Oktober folgen, wenn die am Mittwoch vertagte Vorverhandlung vor Richter Emilio Schönsberg fortgesetzt wird. Der Kurierfahrer riskiert eine Haftstrafe nicht unter sieben Jahren. Allerdings strebt er einen Vergleich an, wofür ein Strafnachlass bis zu einem Drittel vorgesehen ist.