Vom Trauerhaus oberhalb Barbian bei Matlid zog der lange Trauerzug mit dem Sarg betend bis zum Matroner Kreuz. Dort erwarteten ihn hunderte Trauergäste und die Geistlichkeit mit Altpfarrer Heinrich Kamelger, Ortspfarrer Konrad Morandell, Pater Josef Knapp, Pfarrer von Waidbruck und Kollmann, Dekan Gottfried Fuchs aus Klausen, Kapuzinerpater Meinrad Gasser und der neue Diakon Konrad Gasser zur Einsegnung.Unter den vielen Trauernden waren rund 70 Amtskollegen des verstorbenen Bürgermeisters aus dem ganzen Land mit dem Präsidenten des Gemeindenverbandes, Arnold Schuler, Landeshauptmann Luis Durnwalder, die Landesräte Sabina Kasslatter Mur, Hans Berger, Florian Mussner und Richard Theiner, die Landtagsabgeordneten Maria Kuenzer, Georg Pardeller, Seppl Lamprecht, Elmar Pichler Rolle, UlliMair und Pius Leitner, der gesamte Gemeinderat von Barbian und viele Räte der Nachbargemeinden.Nach der Einsegnung zog der Trauerzug in die Kirche. Hinter dem Sarg gingen die schwer getroffenen Familienmitglieder mit den drei Kindern des Toten. Die Musikkapellen von Barbian, Kollmann und die Bürgermeisterkapelle spielten Trauermusik. Dutzende Vereine, Verbände und Organisationen auf Gemeinde- und Landesebene bekundeten ihre hohe Wertschätzung für Isidor Puntaier.Noch nie erlebte Barbian eine so große und schwer betroffene Trauergemeinde. Die Nachbarfeuerwehr von Waidbruck half ihren Barbianer Kameraden, das extrem schwierige Verkehrsproblem rund um die Beerdigung zu lösen. Altpfarrer Heinrich Kamelger feierte in der überfüllten Kirche in Konzelebration mit den anderen Geistlichen die Totenmesse, die der Kirchenchor Barbian musikalisch mitgestaltete.In seiner Predigtwürdigte er das große Herz des Verstorbenen für alle Mitbürger. „Das beste, was wir tun können und von dir stets in Erinnerung behalten sollen, ist, deinen Weg weiterzugehen", sagte Kamelger. Puntaier hatte wenige Augenblicke vor seinem plötzlichen Tod in einer Rede gesagt: „Macht weiter im Guten, haltet zusammen und feiert heute das Leben und das Fest. Das ist meine Botschaft. Danke."Kamelger ergriff die Gelegenheit, Isidor Puntaier in sein ewiges Leben im Jenseits einen Dank für seine eigene Dankbarkeit mitzugeben. Bis zur Beisetzung des Verstorbenen in die geweihte Erde harrten auch hunderte Menschen vor der Kirche aus, die dort keinen Platz mehr gefunden hatten, als Zeichen der letzten Ehrerbietung und Ausdruck großer Wertschätzung.Walther Dorfmann/D