Donnerstag, 02. April 2020

Feldkrankenhaus in Bergamo eröffnet

In Bergamo wurde am Donnerstag das Feldkrankenhaus, das im Eiltempo errichtet wurde, eröffnet.

In Bergamo wurde    unter Hochdruck binnen weniger Tage ein Feldkrankenhaus errichtet.
In Bergamo wurde unter Hochdruck binnen weniger Tage ein Feldkrankenhaus errichtet. - Foto: © ANSA / Tiziano Manzoni-Flipoo Venezia
Unter Hochdruck wurde in Bergamo am Bau eines Feldkrankenhauses gearbeitet. Am Mittwoch wurde das Feldkrankenhaus, das im Eiltempo auf dem Messegelände der lombardischen Stadt Bergamo, dem Zentrum der Epidemie in der Lombardei errichtet wurde, eröffnet.

„Es ist ein Wunder“


„Das als Notbehelf konzipierte Feldkrankenhaus ist inzwischen zu einem echten Spital mit 150 Betten avanciert, die Hälfte davon auf der Intensivstation. Es ist ein Wunder, dass wir in einem so kurzen Zeitraum dieses Krankenhaus errichten konnte“, berichtete Sebastiano Favero, Präsident des Verbands der Alpini-Gebirgsjäger-Vereinigung, die an der Errichtung aktiv mitgewirkt haben.

Hunderte haben ehrenamtlich gearbeitet

„Die Flexibilität der Alpini und ihre Gewohnheit, in Notstandsgebieten zu arbeiten, hat Wunder bewirkt. Wir haben am 24. März mit den Bauarbeiten begonnen und jetzt ist das Feldkrankenhaus fertig. Hunderte Personen haben ehrenamtlich gearbeitet, um es zu errichten“, sagte Favero bei der Einweihung in Anwesenheit des Bürgermeisters von Bergamo, Giorgio Gori und des lombardischen Präsidenten, Attilio Fontana.

Bergamo ist die von der Epidemie in Italien am stärksten betroffene Stadt. 4.500 Tote werden im Raum um Bergamo beklagt. Laut Angaben der lokalen Tageszeitung „L'Eco di Bergamo“, die sich auf Zahlen der Gemeinden rund um die Stadt beziehen, sind in einem Monat 5.400 Personen gestorben, 4.500 davon seien auf das Coronavirus zurückzuführen. Das ist etwa ein Drittel aller Covid-Toten in Italien.

10.000 Infizierte Krankenpfleger

Seit Beginn der Pandemie am 20. Februar sind in Italien 69 Mediziner am Coronavirus gestorben, teilte Italiens Ärztekammer am Donnerstag mit. Rund 10.000 Krankenpfleger haben sich bisher infiziert, viele von ihnen liegen auf der Intensivstation.

apa/stol

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