Es ist der Horror eines jeden Autolenkers: Die 40-jährige M. F. ahnte nichts Böses, als sie gestern kurz nach 17 Uhr mit ihrem VW Golf von Hafling in Richtung Meran unterwegs war. Kurz hinter dem zweiten Tunnel aber löste sich genau in jenem Moment, als die Frau vorbeifuhr, ein riesiger Felsbrocken vom Abhang. M. F. sah den Stein zwar noch, konnte aber nicht mehr rechtzeitig ausweichen. Nur wenige Zentimeter entschieden über Tod und LebenDer Felsbrocken krachte mit voller Wucht auf die Motorhaube des Fahrzeugs. Anschließend wurde der Stein zurück in die Luft geschleudert, so dass er über das Fahrzeug hinweg flog und dann auf die Straße stürzte. Die Fahrerin des VW Golf hatte riesiges Glück, dass die Fahrgastzelle nicht direkt getroffen wurde: Sie hätte in diesem Fall kein Chance gehabt, das Unglück zu überleben.Sofort wurde über die Landesnotrufzentrale 115/118 Alarm geschlagen. Der Meraner Notarzt und das Weiße Kreuz Meran wurden alarmiert. Auch die Feuerwehr Hafling und die Carabinieri von Dorf Tirol eilten an den Unfallort. Die Rettungskräfte mussten beim Eintreffen mit dem Schlimmsten rechnen, denn das Fahrzeug war völlig zerstört. Glücklicherweise stellte sich aber sofort heraus, dass M. F. wie durch ein Wunder mit Abschürfungen und Prellungen davon gekommen war. Die Airbags hatten ihren Zweck ausgezeichnet erfüllt. Die Lenkerin kommt mit Prellungen davonDer Notarzt kümmerte sich um die Erstversorgung. Sodann brachte das Weiße Kreuz Meran die 40-Jährige in das Meraner Krankenhaus. Die Feuerwehr Hafling und der Straßendienst erledigten die Aufräumarbeiten. Die Haflinger Straße musste bis etwa 20 Uhr für den Verkehr gesperrt werden. Die Fahrzeuge wurden großräumig über Vöran und Mölten umgeleitet. Die Carabinieri von Dorf Tirol haben Erhebungen zum Unfallhergang aufgenommen.lub/D