Mittwoch, 05. Februar 2020

Sprengungen am Virgl: Straßensperren ab Freitag

Bei einem Lokalaugenschein vergangene Woche wurde ein gewaltiger instabiler Felsbrocken in den Virgl-Felshängen oberhalb von Bozen ausgemacht. Dieser muss nun zunächst gesichert und gesprengt werden. Er stelle laut Landesgeologe Volkmar Mair eine zu große Gefahr für die darunter vorbeiführende Staatsstraße dar. Die Sprengung erfolgt am Montag, Unterbrechungen im Straßenverkehr gibt es ab Freitag.

Die durch Steinschlag gefährdete Zone am Virgl.
Badge Local
Die durch Steinschlag gefährdete Zone am Virgl. - Foto: © LPA/Michele Bolognini

Der 300 Kubikmeter große und etwa 800 Tonnen schwere Felsbrocken auf dem Virgl in der Nähe der Auffahrt zur Virglbrücke entlang der Brenner-Staatsstraße droht abzustürzen.


Einen Moment Bitte - das Video wird geladen




D
eshalb hat das Amt für Geologie und Baustoffprüfung in Absprache mit dem Landesstraßendienst und der Agentur für Bevölkerungsschutz beschlossen, unverzüglich mit den Sprengarbeiten zu beginnen. Dies wurde am Mittwochnachmittag nach einer dringend einberufenen Sitzung des Koordinierungsausschusses dargelegt: „Die Ausarbeitung eines vom Umweltministerium finanzierten Projektes zum Schutz vor Steinschlag ist bereits im Gange“, erklärt Landesgeologe Volkmar Mair, „und die Arbeiten zur Vorbereitung dieses Eingriffs haben offengelegt, dass die Instabilität des Felsbrockens stark angestiegen ist“.




Felssprengungen am Montag

Das instabile Volumen hat sich von 196 auf 300 Kubikmeter erhöht, und die Risse verhindern eine Ausführung der geplanten Arbeiten ohne Gefährdung der damit befassten Arbeiter. „Die Situation hat sich aufgrund von Frost-Tauwechsel und vor allem wegen der starken Regenfälle vom vergangenen November rasch zugespitzt“, unterstreicht Landesgeologe Mair. Dringende Maßnahmen wurden in den vergangenen Stunden bereits mit dem Transport des notwendigen Materials auch mit Hilfe eines Hubschraubers umgesetzt.

Die Sprengung ist für Montag (10. Februar) um 11 Uhr geplant. Die Vorbereitungsarbeiten werden mit zwei bis drei Stunden anberaumt, die Sprengung selber dauert ca. eine Viertelstunde. Es werden etwa 60 Kilogramm Sprengstoff verwendet. Danach werden weitere sechs Stunden für Beräumungs- und Reinigungsarbeiten benötigt.


Unterbrechungen ab Freitag



Die Sprengung, wiesen am Mittwoch der Direktor des Ressorts Hochbau Paolo Montagner, der Direktor der Abteilung Straßendienst Philipp Sicher und der Vizebürgermeister von Bozen Luis Walcher hin, kann aus Sicherheitsgründen nicht aufgeschoben werden und wird unweigerlich zu Behinderungen im Straßenverkehr führen: Ab Freitag (7. Februar) um 14 Uhr wird die Nordauffahrt der Virglbrücke entlang der Staatsstraße SS12 geschlossen, dies führt zu kurzen Unterbrechungen.

Am Samstag (8.) und Sonntag (9. Februar) wird die Staatsstraße von 9.30 bis 16.30 Uhr zwischen dem Virgltunnel und der Zufahrt zur Virglbrücke unterbrochen.


Am Montag (10. Februar) ist die Staatsstraße ab 9 Uhr im Abschnitt zwischen dem Virgltunnel und der Kampillerbrücke gesperrt. Zudem muss die Brennerautobahn in beiden Fahrtrichtungen zwischen den Mautstellen Bozen-Nord und Bozen-Süd zwischen 10.55 und 11.10 Uhr gesperrt werden. Ab 13 Uhr wird die Situation nach kurzen Unterbrechungen für den Abtransport des Materials wieder in gewohnten Bahnen verlaufen.

Während der Sperrungen wird der Stadtverkehr für die aus dem Süden kommenden Fahrzeuge in die Trienter Straße umgeleitet. Es wird dazu aufgerufen, während der Arbeiten nicht den Fußweg entlang der Ufer des Eisacks zu benutzen.

stol/lpa