Donnerstag, 28. September 2017

Felssturz im Yosemite-Nationalpark fordert Toten

Ein riesiger Felssturz hat am weltberühmten Kletterfelsen El Capitan im kalifornischen Yosemite-Nationalpark einen Menschen getötet. Ein weiterer sei verletzt worden, teilte der Nationalpark mit.

Am Kletterfelsen El Capitan im Yosemite-Park ist es am Donnerstag zu einem Felssturz gekommen.
Am Kletterfelsen El Capitan im Yosemite-Park ist es am Donnerstag zu einem Felssturz gekommen. - Foto: © shutterstock

El Capitan gilt als einer der faszinierendsten Kletterfelsen der Welt. Lange Zeit galt die rund 1000 Meter fast senkrecht aufragende Granitwand als unbezwingbar. In den vergangenen Jahrzehnten wurde der Monolith immer mehr zum Dorado für Kletterer.

Unter anderem stellten die deutschen Extremkletterer Alexander und Thomas Huber („Huber Buam“) einen in dem Kinofilm „Am Limit“ dokumentierten Geschwindigkeitsrekord auf der Hauptroute „The Nose“ auf.

Der Felssturz ereignete sich nahe der bei Kletterern beliebten „Wasserfall-Route“. Derzeit ist Hochsaison am El Capitan. Nach Berichten von Augenzeugen sollen zum Zeitpunkt des Unglücks mehr als 30 Bergsteiger an der Wand gewesen sein. Der kanadische Alpinist Peter Zabrok sagte dem US-Sender ABC: „Der Felsbrocken war so groß wie ein Wohnhaus. Ich habe ihn gesehen, 100 mal 100 Fuß (30x30 Meter), reiner weißer El-Capitan-Granit, er kam von 2000 Fuß weiter oben“.

Der Nationalpark Yosemite soll den Angaben zufolge nicht gesperrt und für Besucher weiterhin offen bleiben. Bergungsmannschaften suchten am Donnerstag per Hubschrauber nach möglicherweisen weiteren Verletzten.

dpa

stol