An der Befestigung des Weges war zuvor eifrig gearbeitet worden. Mit zwölf Lkw-Fuhren Schotter wurde der Notweg über einen Feldweg und eine Forststraße so weit befestigt, dass auch Pkw darauf fahren können. Die Bewohner der Weiler Innervals und Padaun waren seit dem gewaltigen Felssturz vom Heiligen Abend verkehrstechnisch von der Außenwelt abgeschnitten.Die große Unbekannte blieb jedoch vorerst die weitere Wetterentwicklung. Zu viel Niederschlag – ob Regen oder Schnee – würden den Notweg in Mitleidenschaft ziehen. Im hinteren Talbereich bei Innervals wird der Forstweg zudem von zwei Lawinenstrichen gekreuzt.Für das vom Felssturz unmittelbar betroffene Gebiet gibt es bis auf Weiteres keine Entwarnung. Drei Wohnhäuser im Siedlungsbereich „Tummelers Sand“ bleiben evakuiert. In der betroffenen Felswand hatten sich in der Nacht auf den Stefanitag Risse gebildet. Bestehende hatten sich vergrößert, weitere große Wandbereiche hatten sich abgelöst. Auch für die nächsten Tage wird mit kleineren und größeren Felsabbrüchen gerechnet. Für Mittwochvormittag war ein weiterer Erkundungsflug mit dem Tiroler Landesgeologen Gunther Heißel geplant.Der gewaltige Felssturz hatte die Landesstraße im Valsertal am Abend des 24. Dezembers bis zu 50 Meter hoch verschüttet. Personen kamen nicht zu Schaden, allerdings wurden mehrere Weiler der Gemeinde Vals von der Außenwelt abgeschnitten. Zudem mussten zahlreiche Häuser in der Gefahrenzone evakuiert werden. Nur wenige Minuten vor dem Felssturz hatten mehrere Kinder die Stelle auf dem Rückweg von der Christmette passiert. Bürgermeister Klaus Ungerank und Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) als Leiter des Krisenteams sprachen von einem „Weihnachtswunder“.apa