Die Autopsie im Fall des Feminizids an der 41-jährigen Federica Torzullo aus Anguillara Sabazia in der Provinz Rom hat die Annahmen der Staatsanwaltschaft bestätigt. Die Frau wurde mit 23 Messerstichen getötet – davon 19 im Bereich von Hals und Gesicht, die übrigen am Körper. Todesursächlich war eine Verletzung der Halsarterie, teilten die Ermittler mit.<BR /><BR />Nach Angaben der Rechtsmediziner wies der Leichnam zudem schwere Brandverletzungen im Gesicht, am Hals, an den Armen und im oberen Brustbereich auf. Die linke Beinseite war vollständig amputiert, der Brustkorb durch den Einsatz einer Baggerschaufel stark zerquetscht. Mehrere Verletzungen deuten darauf hin, dass sich das Opfer gegen den Angriff zu verteidigen suchte. Die Tat soll sich in der gemeinsamen Wohnung ereignet haben.<BR /><BR />Die Ermittler gehen davon aus, dass der Ehemann der Frau, der inzwischen inhaftierte Claudio Agostino Carlomagno (45), nach der Tat im Sinn hatte, den Leichnam unkenntlich zu machen. Er soll zunächst versucht haben, den Körper zu verbrennen, ihn anschließend zu zerstückeln und schließlich auf dem Firmengelände zu vergraben.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1264350_image" /></div> <BR /><BR />Die Staatsanwaltschaft geht zudem davon aus, dass der Mann nach der Tat das Mobiltelefon seiner Frau benutzt hat, um die Ermittler zu täuschen. Die letzten Nachrichten zwischen Federica und ihrer Mutter, die als „lakonisch“ beschrieben werden, stammen demnach vom Freitag, 9. Januar, zwischen 7.55 und 8.05 Uhr - zu einem Zeitpunkt, zu dem die 41-Jährige nach Einschätzung der Ermittler bereits tot war.<BR /><BR />Carlomagno sitzt seit Sonntag in Untersuchungshaft. Die im Fall ermittelnde Staatsanwaltschaft von Civitavecchia wirft ihm Feminizid und Leichenverbergung vor. Der Beschuldigte hat bislang geschwiegen und sich bei den Vernehmungen durch die Staatsanwälte, die ihn am Montag im Gefängnis aufsuchten, nicht geäußert. Ziel der Ermittler ist es, dass der Ehemann eine „vollständige Aussage“ zu der Tat macht und Hinweise liefert, um die Tatwaffe zu identifizieren.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1264353_image" /></div> <BR /><BR />Als mutmaßliches Tatmotiv gilt, dass der Mann das Ende der Beziehung nicht akzeptiert habe. Das Paar befand sich in Trennung und lebte dennoch mit dem zehnjährigen Sohn im selben Haus. Während Federica seit einiger Zeit eine neue Beziehung begonnen hatte, sei der Ehemann „nicht in der Lage gewesen, das Ende der Ehe zu akzeptieren“.