Freitag, 05. Juli 2019

Ferienzeit ist Einbruchszeit

Im Sommer häufen sich die Einbrüche. Das Phänomen wiederholt sich jedes Jahr aufs Neue, einfach weil viele Faktoren einen Einbruch im Sommer erleichtern. Deshalb gilt es, so rät der Landeskommandant der Carabinieri, Oberst Cristiano Carenza, in der warmen Jahreszeit besondere Vorsicht walten zu lassen.

Einbrecher haben im Sommer Hochsaison. - Foto: dpa
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Einbrecher haben im Sommer Hochsaison. - Foto: dpa

Jede Menge ortsfremde Personen bevölkern die Straßen und Plätze, Autos mit fremden Kennzeichen sind in der Tourismushochsaison nicht mehr auffällig – und so machen es die vielen Urlaubsgäste Einbrechern leicht, nicht aufzufallen. „Viele Südtiroler sind in dieser Zeit aber auch selber im Urlaub, und die Wohnungen stehen entsprechend leer. Und natürlich erleichtern auch die wegen der Hitze gerne offen gelassenen Fenster und Balkontüren den Einbrechern das Leben“, sagt der Oberst.

Laut dem Landeskommandanten „suchen sich Einbrecher immer das leichteste Objekt aus, in das am schnellsten eingedrungen werden kann, möglichst ohne mit dem Aufbrechen von Türen wertvolle Zeit zu verschwenden. Schließlich haben es Einbrecher, aus Angst entdeckt zu werden, immer eilig.“

„Türen und Fenster auch bei kurzer Abwesenheit immer schließen“

Die Ratschläge der Carabinieri scheinen vielleicht banal, aber „leider gibt es noch immer Personen, die die Fenster offen stehen lassen, während sie zum Einkaufen gehen. Oder die einen Schlüssel leicht zugänglich nahe der Haustür verstecken.“ Deshalb rät der Carabinieri-Oberst mit Nachdruck, immer alle Türen und Fenster gut zu verschließen, wenn man das Haus oder die Wohnung verlässt; niemals einen Schlüssel in einem Versteck rund ums Haus zu deponieren; keinen Schmuck oder andere Wertsachen sowie kein Bargeld in leicht zugänglichen Schubladen aufzubewahren.

„Wer das Haus für längere Zeit verlässt, etwa um in den Urlaub zu fahren, sollte dies auf jeden Fall seinen Nachbarn mitteilen. So können etwa Geräusche aus der leer stehenden Wohnung beim Nachbarn gleich Verdacht erregen und dieser kann sofort über die Nummer 112 den Sicherheitskräften melden, dass etwas in der Nachbarwohnung vor sich geht.“

Auch Alarmanlagen, auch schon einfacher Art, seien abschreckend. „Sensoren an Türen und Fenstern, die beim Öffnen derselben in Abwesenheit des Besitzers Alarm schlagen, sind sicherlich hilfreiche Maßnahmen“, weiß Oberst Carenza.

„Verdächtiges immer an die 112 melden“

Eines liegt dem Oberst dabei ganz besonders am Herzen: „Lieber einmal zu viel anrufen als einmal zu wenig.“ Noch immer würden sich Bürger scheuen, Alarm zu schlagen, wenn ihnen etwas verdächtig erscheint, sie sich aber nicht sicher sind – aus dem Gefühl heraus, lästig zu sein. „Dem ist aber nicht so“, betont er. Im Gegenteil, „ein solcher Anruf gibt unseren Einsatzkräften die Möglichkeit, Übeltäter noch auf frischer Tat zu ertappen bzw. einen Einbruch sogar noch zu verhindern. Wer über 112 einen Verdacht meldet, belästigt niemanden, sondern beweist Bürgersinn. Uns kostet eine Kontrolle mehr keine Mühe“, erklärt der Carabinieri-Oberst.

Nachfolgende Grafik fasst die wichtigsten Tipps zusammen.

stol/D/ih

stol