Montag, 15. Juni 2020

Fernunterricht: Den Lesern das Wort

Für Oberschüler war es der Freitag, für Grund- und Mittelschüler ist es der morgige Dienstag: der letzte Schultag. Es ist ein Schulende, das kaum jemand merkt, zumal die Schulen bereits seit März leer sind. Der Unterricht ging trotzdem weiter. Welche Bilanz der Schullandesrat zieht und wie man sich auf den „Worst Case“ vorbereitet, erklärt Philipp Achammer im „Dolomiten“-Interview zum Schulende.

Der Fernunterricht ist ein sehr umstrittenes Thema.
Badge Local
Der Fernunterricht ist ein sehr umstrittenes Thema.
„Dolomiten“: Herr Achammer, Sie planen mit Präsenzunterricht im Herbst. Vermutlich, sofern sich bis dahin nichts ändert…

Philipp Achammer: Natürlich wird die Einschätzung der Experten ausschlaggebend sein, welche Entscheidungen die Politik noch treffen wird. Im Moment ist aber davon auszugehen, dass es im Herbst noch Sicherheitsmaßnahmen brauchen wird. Diese Entscheidung haben wir unter anderem im Einklang mit der staatlichen Situation getroffen. Uns leitet dabei die Frage, wie wir Unterricht so gestalten können, dass er den Kindern und Jugendlichen gerecht wird. Die Maßnahmen müssen in erster Linie für sie gut bewältigbar sein. Natürlich verstehe ich auch die Eltern, für die eine Vereinbarkeit von Familie und Beruf wichtig ist.

„D“: In der Oberschule wird von einer Kombination Präsenz- und Fernunterricht geredet.

Achammer: Wir haben Oberschulzentren, zu denen täglich bis zu 4000 Schüler gefahren werden müssen. Mit den derzeitigen Richtlinien zum Schülertransport wird es kaum möglich, alle zu transportieren. Ich finde, dass Fernunterricht zu einem möglichst geringen Anteil vor allem in den oberen Oberschulklassen machbar ist. Er überträgt den Jugendlichen mehr Verantwortung, führt zu mehr Selbständigkeit – was wir uns immer gewünscht haben. Aber wir wollen auch in der Oberschule so viel Präsenzunterricht wie möglich.



Wir wollen wissen: Welche Note würden die Leser dem Fernunterricht geben?

Schreiben Sie dem Tagblatt „Dolomiten“ die Ziffernnote mit kurzer Begründung und Angabe Ihres vollständigen Namens und der Schule an [email protected].

fm