Noch in der Nacht nahmen die Ermittler vier Personen fest. Sie werden verdächtigt, einen Vater und seine vier Söhne im Alter von 19 bis 37 Jahren auf dem benachbarten Hof mit Kugeln durchsiebt zu haben. Alle Festgenommenen sind miteinander verwandt. Zwischen den beiden Familien soll es seit geraumer Zeit erhebliche Reibereien gegeben haben.Als mindestens zwei Männer am Montag auf den Bauernhof stürmten und mit ihren Pistolen das Feuer eröffneten, wurden sie von einem rumänischen Landarbeiter beobachtet. Die Carabinieri sprachen sofort von einer „präzisen Spur“. Stunden nach der Bluttat stellte sich ein 42-jähriger Mann aus der Umgebung, gestand die Tat und sagte aus, er habe sie alleine begangen. Dagegen sprachen die Aussage des Rumänen und Indizien. Die Polizei führte drei weitere Mitglieder der Familie jenes Mannes ab, der sich als Urheber der Bluttat bezichtigt hatte.Im Kugelhagel starben vier der Viehzüchter, ein Sohn erlag seinen Schussverletzungen auf dem Weg ins Hospital. Nach Erkenntnissen der Ermittler handelte es sich nicht um einen Racheakt der kalabrischen Mafia 'Ndrangheta. Die fünf Opfer hätten keinerlei Verbindung zur organisierten Kriminalität gehabt. Vielmehr sei dies eine alte Familienfehde auf dem Land, so wie es sie allerdings auch zwischen Mafia-Clans gibt. Als die Mörder kamen, war die Mutter der Familie noch auf dem Feld. Der 61-jährige Vater und zwei der Söhne wurden außerhalb des Hauses aufgefunden, die beiden anderen drinnen.dpa