Sonntag, 18. Juli 2021

Festnahmen nach Kokain-Fund am Innsbrucker Flughafen

Am Innsbrucker Flughafen hat am Mittwoch vergangener Woche eine Zollbeamtin in einem Gepäckstück ein Kilogramm Kokain entdeckt. Daraufhin wurden ein 34-jähriger und ein 35-jähriger Brasilianer sowie ein 28-jähriger Österreicher festgenommen und in die Justizanstalt Innsbruck eingeliefert. Ein 54-jähriger Kubaner wurde auf freiem Fuß angezeigt. Der Straßenverkaufswert dürfte 100.000 Euro betragen, teilte das Innenministerium der APA mit.

Aufgefallen war der Koffer aufgrund seiner ungewöhnlichen Reiseroute. Im Bild das Päckchen mit einem Kilo Kokain.
Aufgefallen war der Koffer aufgrund seiner ungewöhnlichen Reiseroute. Im Bild das Päckchen mit einem Kilo Kokain. - Foto: © APA / UNBEKANNT
Der Zöllnerin war der Koffer wegen seiner „ungewöhnlichen Reiseroute“ aufgefallen. Er kam ursprünglich aus Rio de Janeiro in Brasilien und war über Lissabon und München nach Wien gelangt. Aus der Bundeshauptstadt wurde das Gepäck schließlich als Nachsendung ohne zugehörigen Passagier nach Innsbruck an eine Tiroler Adresse überstellt.

Nach einer Überprüfung mittels Röntgengerät und Drogenspürhund wurde schließlich festgestellt, dass sich in einer Geschenkpackung in einem zusammengepressten Paket Kokain befindet. Ansonsten befanden sich in dem Koffer gewöhnliche Reiseutensilien wie Kleidung, Schuhe und Toilette-Artikel. Daraufhin wurde das Landeskriminalamt Tirol hinzugezogen.




Die Beamten fuhren zur Zustelladresse des Gepäckstücks, dort erfolgten schließlich die Festnahmen. Außerdem wurden bei einer Hausdurchsuchung eine geringe Menge Cannabis, zwei Cannabispflanzen und ein fünfstelliger Eurobetrag sichergestellt.

Finanzminister Gernot Blümel und Innenminister Karl Nehammer (beide ÖVP) lobten die Zusammenarbeit zwischen den Behörden. „Der internationale Drogenhandel kann nur gemeinsam effektiv bekämpft werden“, sagte Blümel. „Gerade der Handel mit Suchtgift ist ein wesentlicher Teil der organisierten Kriminalität, die nur durch eine Bündelung aller Kräfte nachhaltig geschwächt werden kann“, meinte Nehammer.

apa