Montag, 14. Juni 2021

Feuer-Adler außer Kontrolle: Waldbrand am Fennberg

Ein Windstoß hat am Herz-Jesu-Sonntag die Feuer-Behältnisse umgestoßen, die einen flammenden Adler in die Felswände am Fennberg zeichnen sollten. Noch am Montag brannte es im Wald oberhalb von Margreid: Die Feuerwehrmänner waren die Nacht über im Einsatz; am Montag auch 2 Löschhubschrauber. Erst am späten Nachmittag konnte der Brand unter Kontrolle gebracht werden.

Am Fennberg brannte es noch am Montagmittag. - Foto: © Landesfeuerwehrverband / Philipp Franceschini
Auch für die Männer, die die Feuer am Sonntagabend entzündet hatten, war die Situation nicht ungefährlich: Sie hatten die Kerosin-Behälter für ihren Adler beinahe vollständig entfacht, als der Wind in die Konstruktion fuhr und die brennenden Dosen umstieß. Das Feuer griff sofort auf die Umgebung über. Einige Männer mussten sich über den Fennberg-Klettersteig in Sicherheit bringen. Die Bergrettung Kaltern kam 2 von ihnen zu Hilfe. Verletzt wurde niemand.

Die Freiwilligen Feuerwehren Margreid, Löschzug Fennberg, Penon, Graun, Kurtatsch, Tramin, Kurtinig und Neumarkt waren abwechselnd seit 22.30 Uhr im Dauereinsatz. Sie legten eine Löschleitung aus dem über einen Kilometer entfernten Löschteich des Weilers Putzwald (Unterfennberg).



Die Löscharbeiten gestalteten sich äußerst schwierig, weil sich das Feuer im unwegsamen, sehr steilen Gelände in Richtung Süden im Bereich des Fennberger Klettersteiges ausgebreitet hatte, angefacht durch den Nordwind. Seit dem Morgen war auch die Forstbehörde vor Ort.




Die Landesstraße Margreid–Eichholz und der Klettersteig Fennberg wurden aus Sicherheitsgründen gesperrt.

Im Laufe des Tages wurde entschieden, das Löschwasser, zusätzlich zum Löschteich des Weilers Putzwald, aus dem Fennberger See zu entnehmen und es über eine lange Schlauchleitung bis zum Brandherd zu pumpen.

Am felsdurchsetzten Berg ist es extrem trocken und es weht ein starker Wind, der häufig die Windrichtung wechselt, sodass sich das Feuer in mehreren Richtungen ausgebreitet hat.

Unterhalb der Felsen, wo verschiedene Glutnester immer wieder aufflammten, kam es zu einer weiteren Brandstelle.




Erst am späten Nachmittag konnte das Feuer unter Kontrolle gebracht werden. Noch am frühen Abendwaren über 80 Einsatzkräfte vor Ort und kümmerten sich um die Löscharbeiten. 2 Löschhubschrauber bezogen am Sportplatz von Margreid das Wasser und flogen zum Brandort.

Neben den zahlreichen Freiwilligen Feuerwehren stand auch die Berufsfeuerwehr mit weiteren Brandbekämpfungsgeräten und einem speziellen Schaummittel für Waldbrände im Einsatz.




Die Herz-Jesu-Feuer haben Einsatzkräfte auch in anderen Gegenden Südtirols auf Trab gehalten: Etwa 20 Feuerwehren im ganzen Land waren am frühen Sonntagabend und bis in die Nacht im Einsatz. „Glücklicherweise war in den meisten Fällen jedoch kein Eingreifen erforderlich“, teilt der Landesfeuerwehrverband mit.

stol