„Aktuell ist das beherrschbar“, sagte der Sprecher. Falls der Wind im Laufe des Tages auffrische und in eine ungünstige Richtung drehe, könnte dies das Feuer aber erneut stärker anfachen. Die Kräfte hätten für diesen Fall vorsorglich Löschwassertanks in den möglicherweise betroffenen Gebieten aufgestellt.<BR /><BR />Bei der Brandbekämpfung gab es laut Schell in der Nacht einen Unfall: Ein belgisches Löschfahrzeug sei umgekippt. Dabei wurde aber niemand verletzt. Aktuell seien noch 170 Einsatzkräfte im Drei-Schicht-System im Einsatz. Die Löscharbeiten würden sicher noch etliche Tage dauern, sagte er.<BR /><BR />Das Großfeuer an der belgisch-deutschen Grenze sorgte am Dienstag auch in mehr als 100 Kilometer Entfernung etwa in Köln oder auch Wuppertal für unangenehmen Brandgeruch. Die Kölner Feuerwehr rief eine „großräumige Geruchslage“ im Gebiet der Millionenstadt aus. Es drohe aber keine Gefahr, hieß es. Zuvor hatten besorgte Bürger sich wegen der Geruchsbelästigung gemeldet. In Monschau sowie den Gemeinden Simmerath und Roetgen wurden Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, in geschlossenen Räumen zu bleiben. Die Müllabfuhr in Monschau setze wegen starker Geruchsbelästigung durch das Feuer Atemschutzmasken ein.<BR /><BR />Bis zum frühen Nachmittag sollte der auffrischende Wind laut Deutschem Wetterdienst noch einmal deutlich zunehmen. Es könne für einige Stunden in der Eifel teilweise zu Böen kommen, die Windstärke werde voraussichtlich noch gerade unter der untersten Warnschwelle bleiben, sagte eine DWD-Meteorologin auf Anfrage. Danach flaue der Wind aber wieder ab. Günstig wirkten sich kräftige Schauer aus. Der Regen sollte auch in den nächsten Tagen voraussichtlich anhalten.<BR /><BR />Im Hürtgenwald - rund 20 Kilometer von Monschau entfernt - hat sich die Lage weiter entspannt, wie der Kreis Düren mitteilte. Die Löscharbeiten hätten gewirkt, der Regen habe geholfen. Zuletzt ging es vor allem um Glutnester. Dort sind etwa 300 Hektar Wald betroffen - vom größten Brand in der Geschichte von Nordrhein-Westfalen.