Montag, 02. Januar 2017

Feuer in Kohlern unter Kontrolle, aber längst nicht gelöscht

Am Nachmittag des Neujahrstag ist in Kohlern in einem unwegsamen Gelände ein Böschungsbrand ausgebrochen, der wegen der Dunkelheit nicht gelöscht, sondern nur kontrolliert werden konnte. Über Nacht hatten sich die Flammen auf mehrere Hektar und auf mehrere kleine Brandherde ausgeweitet. Seit Tagesanbruch bekämpft ein Hubschrauber die Flammen. Inzwischen ist der Brand großteils unter Kontrolle.

Ein Böschungsbrand in Kohlern beschäftigt die Feuerwehren seit dem frühen Sonntagabend. - Foto: DLife
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Ein Böschungsbrand in Kohlern beschäftigt die Feuerwehren seit dem frühen Sonntagabend. - Foto: DLife

Gegen 18 Uhr wurden die Berufsfeuerwehr und die Freiwillige Feuerwehr Bozen sowie der Löschzug Kohlern am Neujahrstag alarmiert. Auf einer Breite von zunächst etwa 10 Metern war im Schelmtal Gebüsch in Brand geraten.

Ein nächtliches Bild vom Brand in Kohlern. - Foto: DLife

Brand schnell lokalisiert - Brandbekämpfung jedoch schwierig und gefährlich

Den ersten Einsatzmannschaften gelang es relativ schnell, die Feuerstelle, welche sich in äußerst unwegsamen Gelände befindet, zu lokalisieren. Die Planung eines Löschangriffes war aufgrund der Unzugänglichkeit des betroffenen Gebietes jedoch äußerst schwierig. Erschwert wurde der Einsatz zudem durch die eintretende Dunkelheit.

Nach wiederholten fehlgeschlagenen Versuchen, die Brandstelle, welche sich weit abseits von bewohnten Gebieten befindet, zu Fuß zu erreichen, wurde von der Einsatzleitung beschlossen, den Löschangriff auf den Montagmorgen zu verschieben. Zu gefährlich wäre ein weiteres Vorgehen in den Nachstunden für die im Einsatz stehenden Wehrmänner gewesen.

Brandbekämpfung seit den frühen Morgenstunden

Die ganze Nacht über wurde die Situation am Brandherd von der Feuerwehr unter Beobachtung gehalten, jedoch konnte ein Ausbreiten der Flammen nicht verhindert werden, sodass mittlerweile mehrere Hektar vom Brand betroffen sein dürften.

Bereits in den frühen Morgenstunden rückten die Wehrmänner der Freiwilligen Feuerwehr Bozen neuerlich zur Brandbekämpfung aus. Unterstützung kam dabei mit Hilfe eines privaten Löschhubschraubers aus der Luft. Von der Berufsfeuerwehr wurde hierfür in Seit bei Leifers ein Löschbecken errichtet, welches für den Hubschrauber als Wasserentnahmestelle dient.

Einsatzende noch nicht abschätzbar

Seit den Morgenstunden werden mit Hilfe des Hubschraubers ununterbrochen Löschflüge durchgeführt. Da sich der Brandherd auch über Teile des Gemeindegebietes von Leifers erstreckt, wurde im Laufe des Vormittages auch die Freiwillige Feuerwehr Leifers als Unterstützung nachalarmiert. Der Brand scheint mittlerweile zwar unter Kontrolle, da sich das Ausmaß an erforderlichen Nachlöscharbeiten derzeit jedoch noch nicht abschätzen lässt, dauert der Einsatz der Feuerwehren nach wie vor an.

Wie auch Roland Meraner von der Berufsfeuerwehr im Rahmen einer Pressekonferenz am Montagvormittag bestätigte, ist das Einsatzende nicht abschätzbar, weil sich die Glutnester auch unterirdisch im Humus ausgebreitet hatten. Erst ein Regenfall wurde Linderung bringen, aber der ist vorerst nicht in Sicht.

Neben den Freiwilligen Feuerwehren von Bozen und Leifers sowie der Berufsfeuerwehr Bozen sind auch Beamte der Forststation Bozen sowie des Forstinspektorates Bozen I am Einsatz beteiligt. In gemeinsamer Absprache werden von den Einsatzkräften die notwendigen Maßnahmen festgelegt und die weiten Schritte geplant.

stol

stol