Montag, 04. März 2019

Feuer statt Erde bei Bestattungen

Die Bestattungskultur Südtirols vollzieht einen Wandel. Dabei zeigt die Kurve der Feuerbestattung stetig nach oben. Das belegen einerseits die Daten des Bozner Krematoriums als auch die Beobachtungen der Bestatter.

Die Entwicklung der Feuerbestattung zeigt beeindruckend nach oben.
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Die Entwicklung der Feuerbestattung zeigt beeindruckend nach oben. - Foto: © APA/DPA

„In Bozen wurden im Vorjahr sogar 78 Prozent der Toten feuerbestattet“, sagt Direktorin Tiziana Marcolin vom Gemeindeamt für Friedhofs- und Bestattungsdienste. Landesweit wurden 2017 gut 40 Prozent der Toten feuerbestattet. Immer öfter bekommt die Asche in der Urne den Vorzug vor dem Sarg in der kühlen Friedhofserde.

Die Entwicklung der Feuerbestattung zeigt beeindruckend nach oben. Als das Krematorium in Bozen vor 19 Jahren in Betrieb genommen wurde, wurden 33 Leichen verbrannt – allesamt Bozner Gemeindebürger – und das bei 3653 Toten landesweit. Bereits 2001 ließen sich 392 Bozner einäschern, und aus allen anderen Landesteilen wurden 15 Leichname nach Bozen zur Feuerbestattung gebracht. Auf die 3604 Gestorbenen im Jahr 2001 berechnet, wurden 11 Prozent der Toten eingeäschert. Der Aufwärtstrend der Einäscherung ist seitdem ungebrochen.

STOL/lu

stol