Freitag, 06. März 2015

Feuer zerstört Trachtenoutlet in Eyrs

Kurz nach 5 Uhr morgens in Eyrs: Eine Frau ist auf dem Weg zur Arbeit, da bemerkt sie, wie Rauch aus dem Trachtenoutlet quillt. Sie klingelt beim Abschnittsinspektor der Feuerwehr, der in der Nähe wohnt. Die Wehren rücken aus. Wenige Minuten später steht das Gebäude in Vollbrand.

Foto: ww
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„Als wir eintrafen, war da erst nur starker Rauch, kein Feuer“, berichtet Michael Telser. Der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr von Eyrs hatte die Einsatzleitung beim Großbrand im Trachtenoutlet inne. Die Freiwilligen Feuerwehren von Eyrs, Laas und Tschengls waren als Erste vor Ort. Sie waren zu einem Feuer der Stufe 2 – Mittelbrand – alarmiert worden.

Doch schon bald wurde klar, dass im Gebäude des Trachtenoutlets mehr schwelte: Die Isolierung, die sich unter dem Blechdach der Halle befindet, war in Brand geraten. Die Alarmstufe wurde nach oben korrigiert – Stufe 3 Großbrand – und weitere Wehren angefordert: Allitz, Göflan, Schlanders, Prad. Sie kamen mit Atemschutzgeräten und Tankwagen.

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„Die Versorgung mit Löschwasser hat gut funktioniert“, erklärt Telser im Gespräch mit STOL. Umgehend ging man zum Außen- und Innenangriff über. Doch das Blechdach, das sich über die gesamte Halle zieht, schirmte die Isolierung vom Löschwasser ab und machte den Außenangriff zunichte. Am frühen Morgen stand das Trachtenoutlet in Vollbrand.

Plur-Siedlung vor den Flammen gerettet

Zwischenzeitlich bedrohte das Feuer auch die angrenzende Plur-Siedlung. „Der Wind war sehr stark und die Gefahr von Funkenflug groß“, berichtet Abschnittsinspektor Hugo Trenkwalder. Die rund 150 Wehrmänner schafften es, die Siedlung zu schützen.

Halle und Inventar zu großen Teilen zerstört

„Auch das Büro, das sich neben der Trachtenoutlet-Halle befindet, konnten wir retten“, so Trenkwalder. Die Wasserschäden halten sich, den Angaben des Abschnittsinspektors zufolge, im gesamten Gebäude in Grenzen.

Schlimmer steht es um den Brandschaden im Trachtenoutlet: Die Halle – und mit ihr das gesamte Inventar – wurde zum Großteil zerstört.  

Berufsfeuerwehr ermittelt

Gegen 8.30 Uhr hatten die Wehrmänner das Feuer unter Kontrolle. „Brand aus“ konnte allerdings bis zum Vormittag nicht gegeben werden. Zahlreiche Wehrmänner kümmerten sich um die Nachlöscharbeiten, trugen das Blechdach der Halle ab. Der Berufsfeuerwehr traf gegen 9.30 Uhr ein. Sie hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

stol

 

stol