Wegen des Feuers waren die Dörfer Frohnsdorf, Klausdorf und Tiefenbrunnen südlich von Potsdam am Donnerstagabend evakuiert worden – insgesamt 540 Menschen waren den Angaben zufolge betroffen. Ein Großteil komme bei Bekannten unter, außerdem stehe die Stadthalle der nahe gelegenen Kleinstadt Treuenbrietzen zur Verfügung, sagte der Vize-Landrat von Potsdam-Mittelmark, Christian Stein (CDU), am Abend.Das Feuer sei teilweise nur 100 Meter von Orten entfernt, hieß bei der Polizei. Zunächst brannte eine Fläche von 5 Hektar. Das Feuer breitete am Donnerstagnachmittag rasend schnell auf etwa 300 Hektar aus. Weil der Boden mit Munition belastet ist, sind die Löscharbeiten besonders schwierig. Die Feuerwehr war mit Hunderten Einsatzkräften vor Ort, auch Löschhubschrauber und Wasserwerfer wurden eingesetzt.Ausbruch des Feuers an mehreren Stellen Das Feuer war nach ersten Erkenntnissen an mehreren Stellen ausgebrochen. Die größte Stelle, die brannte, war den Angaben zufolge einen Kilometer breit und 3 Kilometer lang. Daneben stünden weitere Stellen in Flammen, hieß es von der brandenburgischen Polizeidirektion West.Auch in Berlin waren die Auswirkungen des Feuers zu spüren. Am Freitagmorgen zogen Rauchschwaden über die Hauptstadt. Ganze Straßenzüge seien verraucht, sagte ein Feuerwehrsprecher. Betroffen seien alle südlichen Stadtteile bis nach Mitte. Die Bewohner sollten Fenster und Türen geschlossen halten. In Potsdam gab die Feuerwehr via Twitter ebenfalls eine Warnung vor den Auswirkungen des Feuers heraus. In den Landkreisen Potsdam-Mittelmark und Teltow-Fläming sowie in der Stadt Potsdam komme es „zu Trübungen der Luft durch Rauch und Geruchsbelästigungen“. Wegen des Waldbrandes im Bereich der Landkreise #PotsdamMittelmark und #TeltowFläming kommt es auch in der Stadt #Potsdam zu Trübungen der Luft durch Rauch und Geruchsbelästigungen.&mdash Feuerwehr Potsdam (@FwPotsdam) 24. August 2018dpa