Trotz großem Loch in den Kassen werden viele Vereine auch in diesem Sommer auf ein Fest verzichten müssen. Sind die Corona-Regeln einfach zu streng? <BR /><BR /><BR /><BR /><BR />Eintritt für Erwachsene nur mit Grünem Pass bzw. für Minderjährige mit Nasentest, Bier und Bratwurst nur sitzend auf einem Meter Abstand und wer tanzt muss eine Maske tragen, wenn der Partner nicht im selben Haushalt wohnt. Die am Dienstag genehmigten Regeln sind so streng, „dass wohl so gut wie keine Feste stattfinden werden“, meint der Geschäftsführer des <b>Schützenbundes</b>, Egon Zemmer. Die Verantwortung für Veranstalter sei groß, das Loch in den Vereinskassen ebenso. „Nur mit Aufmarschieren verdient man kein Geld für den Verein.“<BR /><BR />In reduzierter Form ohne Tanz und Ausschank an der Theke wollen einzelne <b>Feuerwehren</b> Feste ausrichten. „Die Mehrheit aber nicht“, sagt Landesfeuerwehrpräsident Wolfram Gapp. „In Biergärten dürfen Hunderte Leute. Dem Ehrenamt hat man zusätzlich zu den Regeln der Gastronomie den Corona Pass auferlegt“, so Feuerwehr-Präsident Gapp. Diese Ungleichbehandlung sei „äußerst ungut“, doch man müsse es „leider zur Kenntnis nehmen. Gäste beim Tanz zu fragen, ob sie mit ihrer Partnerin wohnen, gehe absolut zu weit. „Irgendwann hört sich alles auf“.<BR /><BR /><embed id="dtext86-49701685_quote" /><BR /><BR /><BR />Von einzelnen Festen spricht auch Andreas Bonell vom Verbands der <b>Musikkapellen</b>. „Viele machen keines, denn die Obleute nehmen eine Riesenverantwortung auf sich.“ <BR /><BR />Die Auflagen seien streng. „Trotzdem wollen einige Ortsgruppen nach 18 Monaten Stillstand kleinere Feste ausrichten“, sagt Evi Andergassen von der <b>Bauernjugend</b>. Derzeit allerdings bekämen manche von den Gemeinden keine Lizenzen.<BR /><BR /><b>„Es wird kontrolliert“</b><BR /><BR /><BR />Eine Erklärung hat der Bürgermeister von St. Leonhard und Schützenoffizier Robert Tschöll. „Lieber sag ich, lasst es, statt macht nur und danach hängen die Vereine alleine drin.“ Die Gemeinden seien froh, wenn es Feste gebe. <BR /><BR />Mit Slogans wie „es wird schon irgendwie gehen“, sei laut Gemeinden-Chef Schatzer aber keinem gedient. Wenn Regeln keinen Sinn ergäben, sei mit dem Sanitätsbetrieb zu reden. „Ansonsten sind sie einzuhalten und auch mit Ordnungshütern zu kontrollieren, wenn wir heil über den Sommer kommen wollen.“<BR /><BR />Laut Kulturlandesrat Philipp Achammer sei es der Landesregierung bewusst gewesen, dass die Zahl der Feste mit den strengen Auflagen sinken werde. „Manche Veranstalter ärgern sich, andere sind aber froh über die Vorsicht, denn sie wollen nicht Schuld daran sein, wenn es danach Probleme gibt.“ Im Zweifelsfall sei er jedenfalls „lieber für einen Corona Pass zu viel, als einen zu wenig.“<BR />