<BR /> Das Land Südtirol befindet sich bekanntlich in einer glücklichen Situation: Kommt es zu einem Notfall, sind innerhalb kürzester Zeit die Freiwilligen der Feuerwehren zur Stelle. Aber auch die Freiwilligkeit hat ihren Preis, denn: Wird die Hilfe der Wehrfrauen und -männer nicht zwingend gebraucht, wird der Auslöser des nicht notwendigen Einsatzes zur Kasse gebeten. So fallen beispielsweise eine Türöffnung, wenn keine Gefahr im Verzug ist, oder eine nicht dringende Fahrzeugbergung in diese Kategorie. <BR /><BR />Auch der Trinkwassertransport im Auftrag von privaten Auftraggebern durch die Berufsfeuerwehr zählt laut Einsatz- und technischem Leiter Fabian Faustini zu den nicht dringenden Hilfeleistungen. Für die Gemeinde sind die Dienste der Feuerwehr hingegen immer kostenlos.<BR /><BR />Wie viel bezahlt werden muss, ist klar geregelt. Der Einsatz eines Kommandanten schlägt pro Stunde mit 33 Euro zu Buche, die Hilfe eines Hauptbrandmeisters kostet 25 Euro und die Fachkenntnis einer Feuerwehrfrau oder eines Feuerwehrmannes wird mit 23 Euro berechnet. Für die Fahrzeuge liegen die Stundensätze, abhängig von ihrer Größe, zwischen 7 und 80 Euro. Für eine Drehleiter werden je nach Länge stündlich zwischen 145 und 203 Euro fällig.<h3> Kostenkatalog seit 2012 unverändert</h3>Ob ein Einsatz kostenpflichtig ist, wird entweder im Vorfeld abgeklärt oder vom Einsatzleiter der zuständigen Feuerwehr vor Ort entschieden. Ist das der Fall, entscheidet die Person, die den vermeintlichen Alarm abgegeben hat, ob die Einsatzkräfte wieder abrücken oder den Einsatz gegen Bezahlung fortsetzen sollen. <BR /><BR />Wie der Landesfeuerwehrpräsident Martin Künig zu berichten weiß, würden relativ wenige Einsätze in Rechnung gestellt. „Die Bevölkerung ist sich bewusst, dass man den Dienst der Feuerwehr nicht ausnutzen sollte“, erklärt er. Es gebe jedoch einen Unterschied zwischen Stadt und Land. In der Stadt komme es häufiger zu Einsätzen, bei denen es sich nicht um Notsituationen handle.<BR /><BR />Der Kostenkatalog wird im Übrigen von der Landesverwaltung erstellt. Seit 2012 sind die Tarife unverändert. Derzeit würden sie jedoch laut Künig angepasst. Das Land wird festlegen, mit welchen Preissteigerungen zu rechnen ist.