Erst am Donnerstag war das Zentrum der im Südwesten der Ukraine liegenden Großstadt Winnyzja mit Raketen beschossen worden: „Leider sind Erwachsene und Kinder getötet worden“, sagte Mackiewicz. Ihm war der Schock über das Geschehene in seiner Stadt ins Gesicht geschrieben. „Und es wurden auch viele Menschen verletzt.“ <BR /><BR />Besonders das Schicksal eines Mädchens mit Down-Syndrom und seiner Mutter bewegt die Welt: Die 4-jährige Liza war mit ihrer Mutter Iryna in Winnyzja zum Logopäden unterwegs. Kurz vor dem Angriff zeigte die Mutter noch ihre Kleine auf Instagram. Im Video schiebt Liza einen Kinderwagen vor sich her. Später zeigen Aufnahmen diesen Wagen und eine Leiche daneben. Liza wurde bereits verabschiedet, ihre Mutter liegt im Krankenhaus.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="790481_image" /></div> Über seine Arbeitgeber Sebastian und Florian Klotz-Pertoll aus Burgstall hatte Mackiewicz Kontakte zu den Feuerwehren Burgstall und Obermais geknüpft. „Tausend Dank für alles, diese Ausrüstung ist für uns sehr wichtig“, sagte Mackiewicz bei der Übergabe der Ausrüstung zu den Kommandanten Ewald Weissensteiner (Burgstall) und Johann Innerhofer (Obermais). <BR /><BR />15 Berufsfeuerwehrleute in Winnyzja können dank der beiden Wehren von Kopf bis Fuß eingekleidet werden: mit Helm, Einsatzmantel, Latzhose, Gürtel, Handschuhen und Stiefeln. Weiters nahm Mackiewicz Dienstuniformen sowie weitere Helme, Gürtel, Latzhosen und Mäntel mit in die Ukraine. Der Familienvater war eigens nach Südtirol gekommen, um die Schutzausrüstung abzuholen. Dringend brauchen würde die Berufsfeuerwehr von Winnyzja auch gebrauchte Feuerwehrfahrzeuge. <BR /><BR />„Wir haben vor Kurzem unsere Helme ausgetauscht“, sagte Weissensteiner. „Dann haben wir uns Gedanken gemacht, wem wir unsere alten Helme schenken könnten.“ Sowohl er wie auch Innerhofer betonten, dass es ihnen wichtig sei, dass die Hilfe dort ankomme, wo sie gebraucht werde. Das sei mit Mackiewicz garantiert, betonte Weissensteiner.<BR /><BR />Für die Burgstaller Feuerwehr ist es die erste Hilfsaktion, die Obermaiser Wehr hat schon einmal mit gebrauchten Helmen Wehrleute in Rumänen unterstützt. Am Samstag reiste Mackiewicz in Richtung Ukraine ab, gestern übergab er die Schutzausrüstung in Winnyzja. <BR /><Zwischentitel>Familie wohnt in Meran</Zwischentitel><BR />„Edgars Frau und ihr gemeinsames Kind leben in Meran; wenn es irgendwie geht, wird er sicher bald zurückkommen“, sagt Florian Klotz-Pertoll über den Ukrainer, der in der Vergangenheit als Saisonarbeiter für die Familie Klotz-Pertoll vom Moarhof in Burgstall tätig war. „Es wäre schön, wenn er wieder für uns arbeiten würde.“