Mittwoch, 08. Mai 2019

Feuerwehren: Mehr Einsätze und mehr Mitglieder

13.060 aktive Mitglieder haben die 306 Freiwilligen Feuerwehren in Südtirol Ende des vergangenen Jahres gezählt. Das sind fast 60 mehr als noch im Jahr 2017. Alle Dienste der Wehrleute und ihrer Unterstützer sind ehrenamtlich. Der Landesfeuerwehrverband in Vilpian hat das vergangene Einsatzjahr vorgestellt.

306 Freiwillige Feuerwehren hat Südtirol. - Foto: Landesfeuerwehrverband Südtirol
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306 Freiwillige Feuerwehren hat Südtirol. - Foto: Landesfeuerwehrverband Südtirol

5 bis 10 Minuten nach Alarmierung kann im ganzen Land ein Ersteinsatz durch die Freiwilligen Feuerwehren abgedeckt werden. Die Wehrleute kümmern sich um Personen- und Sachschutz bei Bränden und anderen Notfällen.

Von 2017 auf 2018 hat es bei der Zahl der aktiven Mitglieder ein Plus von 57 Personen gegeben. Besonders bei den Jugendgruppen hat es viel Zuwachs gegeben: Ganze 118 Jugendliche sind einer Freiwilligen Feuerwehr beigetreten.

Vorteile bei vielen Feuerwehren und Mitgliedern

Die hohe Anzahl an Mitgliedern ermöglicht ein schnelles Eingreifen auch unter Tags, wenn viele Wehrleute aus beruflichen Gründen das Ortsgebiet verlassen oder in Urlaub sind. Durch die vielen Mitglieder funktioniert das Ablösen und Ersetzen reibungslos.

Hinzu kommt natürlich auch noch die gute Ortskenntnis der einzelnen Freiwilligen Feuerwehren und das Wissen möglicher Gefahrenstellen, die dazu beitragen bei einem Notfall wertvolle Zeit zu sparen.

So werden die Feuerwehren finanziert

Die Finanzierung der Freiwilligen Feuerwehren unseres Landes erfolgt im Durchschnitt zu 50 Prozent mit öffentlichen Geldmitteln (Gemeinden und Land).

Die andere Hälfte der Einkünfte bilden Spenden sowie Einnahmen aus Veranstaltungen: Dadurch leisten die Feuerwehren auch selbst einen wesentlichen Beitrag zur Deckung der anfallenden Kosten.

Unwetter im Herbst erhöhen die Einsatzanzahl deutlich

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 12.006 Einsätze geleistet, das sind vor allem aufgrund der vielen Unwettereinsätze deutlich mehr als im Vorjahr.

Zu den besonderen Brandeinsätzen im letzten Jahr gehörten wieder mehrere Großbrände bei landwirtschaftlichen Gebäuden, bei Wohnhäusern und Betrieben, sowie Waldbrände.  

Bei den technischen Einsätzen sind die starken Schnee- und Regenfälle zu Jahresbeginn, die großen Unwetter im ganzen Land Ende Oktober, mehrere schwere Verkehrsunfälle sowie einige Gefahrguteinsätze zu nennen.

Was neben den Einsätzen noch anfällt

Zu Einsätzen, Brandsicherheitswachen, Übungen und Lehrgangsbesuchen kommen noch die Wartung und Instandhaltung der Geräte, Fahrzeuge und Räumlichkeiten, Sitzungen und Besprechungen, der Bereitschaftsdienst an Sonn- und Feiertagen, Leistungsbewerbe und der Zeitaufwand für das Aufbringen von Geldmitteln hinzu.

Ausbildung an der Feuerwehrschule

An der Landesfeuerwehrschule werden zurzeit rund 35 verschiedene Lehrgänge angeboten, die von der zweiwöchigen Grundausbildung, über die Fach- und Sonderausbildung bis hin zur Führungsausbildung reicht.

Im abgelaufenen Jahr haben insgesamt 2974 Feuerwehrleute (entspricht rund einem Viertel aller aktiven Mitglieder) einen Lehrgang besucht. Neben der Feuerwehrausbildung führt die Landesfeuerwehrschule auch Brandschutzkurse für Betriebe durch.

Berufliche Freistellung von Wehrleuten

Die Freistellung von ehrenamtlich tätigen Feuerwehrleuten durch Arbeitgeber ist eine enorm wichtige Komponente für die Leistungsfähigkeit der Freiwilligen Feuerwehren.

Der Landesfeuerwehrverband Südtirol zeichnet alle 3 Jahre Unternehmen für ihr beispielhaftes Verhalten gegenüber ihren Mitarbeitern, die ehrenamtlich bei der Feuerwehr tätig sind, als „Feuerwehrfreundliche Arbeitgeber“ aus.

In diesem Jahr werden für ihre Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehren die Firmen „REWI Bau KG“ aus Nals, die „Fa. Dr. Schär AG“ aus Burgstall und die „Fa. Pro Light GmbH“ aus Pfalzen als ausgezeichnet.

stol

stol