„Als Anwärter der Berufsfeuerwehr repräsentiert ihr die gesamte Dienststelle, sobald ihr eure Uniform in der Öffentlichkeit tragt“, betont der Ausbilder am Pult. In der Aula herrscht gespannte Aufmerksamkeit: 26 Anwärter und zwei Anwärterinnen haben gerade ihre neue Uniform angezogen. Am 1. September beginnt für sie die Ausbildung bei der Berufsfeuerwehr der Agentur für Bevölkerungsschutz.<BR /><BR />Einer von ihnen ist Simone Bezzolato, 23, aus Leifers. Der gelernte Mechaniker freut sich auf seinen neuen Beruf. Feuerwehrmann zu werden, habe er sich bereits als Kind gewünscht – auch mit dem Ziel, anderen Menschen helfen zu können.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1354395_image" /></div> <BR /><BR />Ähnlich sieht es Paul Schwitzer, 21, aus Sterzing. Der gelernte Elektriker sagt: „Als Feuerwehrmann kann ich den Menschen helfen. Das habe ich mir von klein auf gewünscht, und ich bin froh, dass sich mir jetzt diese Gelegenheit geboten hat.“<BR /><BR />Auch für Maximilian Kerschbamer, 25, aus Laurein, geht mit der Ausbildung ein Kindheitstraum in Erfüllung. Der gelernte Zimmermann erzählt, dass er sich bereits mit sechs Jahren gerne gemeinsam mit seinem Vater in der Feuerwehrhalle aufgehalten habe. „Feuerwehrmann war von Kindheit an mein Traumberuf. Ich freue mich darauf, dass wir im Team arbeiten und nicht nur für den Beruf, sondern auch für das Leben lernen.“<h3> Neun Monate Ausbildung</h3>Die 28 Anwärterinnen und Anwärter sind zwischen 18 und 30 Jahre alt und haben allesamt einen Handwerksberuf erlernt. Nun beginnt für sie ein neunmonatiger Ausbildungskurs.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1354398_image" /></div> <BR /><BR />„Bei der Berufsfeuerwehr beginnen sie jetzt den neunmonatigen Ausbildungskurs. Neben Grundlagen wie Physik, Chemie, Baukunde und Elektrotechnik erlernen sie die feuerwehrtechnischen Kenntnisse für ihren künftigen Beruf und durchlaufen eine umfassende Ausbildung“, erklärt Kursdirektor Brandinspektor Felix Reggiani.<BR /><BR />Der Lehrgang deckt zahlreiche Bereiche ab. Dazu gehören die Brandbekämpfung, die technische Hilfeleistung, der Umgang mit Gefahrgut sowie die Tunnelbrandbekämpfung. Auch für besondere Einsatzlagen werden die Anwärter vorbereitet – etwa für Gebäudeeinstürze oder Einsätze in Katastrophengebieten nach Erdbeben, Hochwasser und Vermurungen.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1354401_image" /></div> <BR /><BR />Auf dem Ausbildungsplan stehen zudem die Fließwasser- und Höhenrettung sowie die Grundlagen der Tätigkeit als Amtsträger der Gerichtspolizei.<BR /><BR />Ein weiterer Schwerpunkt ist die körperliche Fitness. In den Sportmodulen trainieren die Anwärter Kraft und Ausdauer und verbessern ihre Schwimmkenntnisse. Im Rahmen der Ausbildung erwerben sie zudem das Zertifikat als Bademeister.<h3> Ausbildung auch in Rom und im Ausland</h3>Der Ausbildungskurs dauert bis zum 4. Juni kommenden Jahres. Die Lehrinhalte werden hauptsächlich in Bozen vermittelt, Teile der Ausbildung finden außerdem an der Staatlichen Feuerwehrschule in Rom sowie im Ausland statt.<BR /><BR />Nach einer abschließenden Prüfung werden die erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen in die Berufsfeuerwehr aufgenommen.<h3> Auswahlverfahren über mehrere Monate</h3>Dem Ausbildungsbeginn ging ein mehrmonatiges Auswahlverfahren im Rahmen eines öffentlichen Wettbewerbs voraus. Die 28 angehenden Berufsfeuerwehrleute mussten dabei mehrere Prüfungen absolvieren.<BR /><BR />Dazu gehörten eine schriftliche und eine mündliche Prüfung sowie eine praktische Prüfung im jeweiligen Handwerksberuf. Hinzu kamen Sport- und Konditionstests, ein Geschicklichkeits- und Schwimmtest, eine Prüfung der persönlichen Eigenschaften sowie eine ärztliche Untersuchung.<BR /><BR />Wer alle Hürden erfolgreich gemeistert hat, steht nun vor neun Monaten intensiver Ausbildung – und dem Einstieg in einen Beruf, bei dem Teamarbeit, körperliche Fitness und der Einsatz für andere Menschen zum Alltag gehören.