Montag, 28. Dezember 2015

Feuerwerke? Nur mit Genehmigung

Ein neues, generelles Feuerwerksverbot soll es zwar nicht geben, dennoch ist aufgrund der Trockenheit erhöhte Vorsicht geboten. Zudem sei ohne Genehmigung der jeweiligen Gemeinden die Knallerei ohnehin untersagt. Darauf weist Landesrat Arnold Schuler auf Nachfrage von STOL hin.

Badge Local
Foto: © LaPresse

Im Trentino hat Landeshauptmann Ugo Rossi bereits vor einigen Tagen über eine Dringlichkeitsverordnung  das Entzünden von Feuerwerken und Knallkörpern vollständig verboten. Die Gründe seien die erhöhte Waldbrandgefahr aufgrund der großen Trockenheit und die schlechte Luft. Auch in Südtirol wurde laut über ein allgemeines Verbot auf Landesebene nachgedacht. (STOL hat berichtet) 

Aufgrund der anhaltenden Trockenheit herrscht derzeit im ganzen Land erhöhte Brandgefahr. Deshalb haben sich Landesrat Arnold Schuler und Zivilschützer am Montagvormittag getroffen. 

Ein komplettes Verbot von Feuerwerkskörpern gebe es zwar nicht, dennoch sollten sich Böllerfans zurückhalten. Feuerwerke seien nämlich ohne Genehmigung seitens der jeweiligen Gemeinden ohnehin nicht erlaubt, betont Landesrat Schuler auf Nachfrage von STOL und appelliert an die Vernunft der Bürger: "Derzeit gibt es ein erhöhtes Brandrisiko, die Gefahr ist real. Es wäre besser, von sich aus, auf Feuerwerke zu verzichten". 

Die jeweiligen Gemeinden können selbst entscheiden und die Situation vor Ort abwägen. Schließlich gebe es Gebiete mit besonders hoher Brandgefahr.

Schuler appelliert an die Bürgermeister bei der Ermächtigung von Feuerwerken sehr sorgfältig vorzugehen. 

Höchste Vorsicht geboten 

Werde ein Feuerwerk schlussendlich genehmigt, sei dennoch höchste Vorsicht geboten. Insbesondere in ländlichen Gebieten gelte es, entsprechende Brandschutzvorrichtungen zu treffen. 

Die Landesregierung setze auf Sensibilisierung und auf die Vernunft der Bürger. "Rein rechtlich ist die Situation wie in den vergangenen Jahren. Es brauchte schon immer die Genehmigung seitens der Gemeinden, nur leider hat sich bisher kaum jemand daran gehalten", so Schuler. Die Landesregierung kündigte jedoch für dieses Silvester schärfere Kontrollen an. 

Der Landesforstdienst wird einen verstärkten Bereitschaftsdienst mit erhöhter Aufsicht durchführen.

3000 Euro Strafe 

„Es ist ausnahmslos verboten, im Wald und in einem Sicherheitsabstand von 20 Metern Feuer anzuzünden oder brennende Zigaretten oder Zündhölzer wegzuwerfen“, sagt Florian Blaas, Direktor des Landesamt für Forstverwaltung.

Der Landesforstdienst macht darauf aufmerksam, dass bei Schadensfällen in Folge von Bränden neben empfindlichen Verwaltungsstrafen bis zu 3000 Euro auch drastische strafrechtliche Konsequenzen entstehen. Darüber hinaus haftet jeder einzelne Verursacher eines Brandes zivilrechtlich für den entstandenen Vermögensschaden.

stol/am

stol