Dienstag, 30. Juni 2020

Filmemacher erschafft virtuelle „Wiesn“

Das abgesagte Münchener Oktoberfest soll nun zumindest virtuell erlebbar sein. Der Autor und Regisseur Philip Gröning arbeite an dem Projekt „Oktoberfest Phantom“, das auf künstlerische Weise den Ausfall des diesjährigen Oktoberfestes ausdrücke, teilte der FilmFernsehFonds (FFF) Bayern am Dienstag in München mit.

Die Festzelte sollen in der virtuellen Welt menschenleer bleiben.
Die Festzelte sollen in der virtuellen Welt menschenleer bleiben. - Foto: © APA/afp / CHRISTOF STACHE
In der virtuellen Realität sollen die Zuschauer durch geisterhaft leere Festzelte wandern, untermalt von einer speziellen Tonlandschaft, heißt es in der Mitteilung. Gröning glaubt, dass viele Menschen einen Phantomschmerz empfinden, weil das größte Volksfest der Welt wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr nicht stattfindet. Diesen Schmerz wolle er erfahrbar machen.

Die Töne und Bilder stammen aus Social-Media-Clips, Tonaufnahmen und Fotos, die in vergangenen Jahren auf der „Wiesn“ entstanden sind. „Durch die Technologie erscheinen die Festzelte optisch jedoch nur als fragmentarische, ruinenhafte und menschenleere Räume, akustisch hingegen als eine überraschend volle Tonlandschaft“, erläuterte der FFF, der das Projekt für Virtual Reality, Mixed Reality und Sound mit 30.000 Euro fördert.

dpa