Montag, 05. Juli 2021

Finanzierung des IS: 4 Festnahmen in Italien

Die italienische Polizei hat am Montag 4 Männer festgenommen, die beschuldigt werden, Gelder zur Finanzierung von Aktivitäten des Islamischen Staates ins Ausland geschickt zu haben. Bei der Untersuchung geht es um ein größeres Finanzierungsnetzwerk zugunsten des fundamentalistischen Terrorismus.

In Italien wurden 4 Personen festgenommen.
In Italien wurden 4 Personen festgenommen. - Foto: © BARBARA GINDL
Die 4 Männer werden verdächtigt, insgesamt 30.000 Euro von der südostitalienischen Stadt Andria für IS-Kämpfer in Ländern wie Serbien, Deutschland, Türkei, Jordanien, Thailand und Russland überwiesen zu haben. 42 Personen, die Gelder für den IS sammelten, sollen bis zu einer Million Euro an verdächtigen Überweisungen erhalten haben, teilte die Polizei mit.

Die Ermittler versuchen, die Herkunft der Gelder festzustellen. Die Festgenommenen seien arbeitslos und hätten kein Einkommen. Die „Ermittlungen laufen noch, um herauszufinden, wer ihnen dieses Geld gegeben hat, um es ins Ausland zu schicken“, sagten die Ermittler.

Die Untersuchung, die von Anti-Mafia-Staatsanwälten in der Adria-Stadt Bari geleitet wird, begann 2017 nach einem Hinweis von Pariser Staatsanwälten auf zwei Überweisungen von jeweils 950 Euro von Süditalien an einen libanesischen Staatsangehörigen. Dieser wurde von den Franzosen als Geldeintreiber für ausländische Kämpfer in Syrien verdächtigt.

apa

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