Ein Schwerpunkt der Kontrollen lag auf dem Burggrafenamt. Dort gingen die Beamten der Finanzpolizei Meran gemeinsam mit Inspektoren des staatlichen Fürsorgeinstituts INPS einem verdächtigen Fall im Baugewerbe nach. Bei der Überprüfung der Unternehmensunterlagen stießen die Ermittler auf elf Beschäftigte eines Bauunternehmens, die trotz aktiver Tätigkeit auf diversen Baustellen Arbeitslosengeld bezogen. <BR /><BR />Gegen die Betroffenen wurden Verwaltungsstrafen in einer Gesamthöhe von mehr als 62.000 Euro verhängt. Gleichzeitig wurde die Rückforderung eines Gesamtbetrags von rund 41.500 Euro eingeleitet, der nach bisherigen Erkenntnissen zu Unrecht ausgezahlt worden war. In drei Fällen wurde zudem Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Bozen erstattet.<h3> Eisacktal: Fünf Schwarzarbeiter in Hotels aufgeflogen</h3>Im Eisacktal führte die Finanzpolizei Kontrollen in zwei Hotelbetrieben durch und machte dort insgesamt fünf Personen ausfindig, die ohne reguläre Anmeldung beschäftigt waren. <BR /><BR />Vier davon sind moldauische Staatsbürger und verfügen nach Angaben der Behörden nicht einmal über eine gültige Aufenthaltsgenehmigung. Gegen die Arbeitgeber wurden sogenannte Maximalstrafen sowie zusätzliche Sanktionen in einer Gesamthöhe von mehr als 46.000 Euro verhängt. <BR /><BR />Beim fünften Betroffenen handelt es sich um einen rumänischen Staatsbürger. Gegen dessen Arbeitgeber wurde eine Strafe in Höhe von 3.900 Euro verhängt. Für beide Strukturen wurde die Aussetzung der Geschäftstätigkeit vorgeschlagen, die jeweiligen gesetzlichen Vertreter wurden angezeigt. <BR /><BR />Im Pustertal zogen die Beamten der Finanzpolizei schlussendlich einen Mann aus dem Verkehr, der seine Arbeit für einen Sportverein ohne reguläre Anmeldung verrichtete. <BR /><BR />Die Finanzpolizei betont, dass regelmäßige Kontrollen vor allem dazu dienen, faire Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt, die Sicherheit und die Rechte der Beschäftigten sowie der Schutz jener Unternehmen zu gewährleisten, die ihre Mitarbeiter regulär beschäftigen.