In St. Sigmund macht man Druck aufs Land. Während in Kiens und in Percha auf Hochtouren an den Umfahrungstunnels gearbeitet wird, sorgt man sich in der Kiener Fraktion St. Sigmund, zum Flaschenhals des Pustertals zu werden. Kritische Stellen auf relativ kurzer Strecke seien – wie berichtet – zum einen die Engstelle in der Gisse, zum anderen die Kreuzungsbereiche nach Ilstern sowie beim Café „Zu Treyen“ mit der Zufahrt zum Dorf. <BR /><BR />„Diese Gefahrenpunkte müssen unbedingt entschärft werden“, sagt der für St. Sigmund zuständige Kiener Vizebürgermeister Markus Mitterhofer. „Wir sind bald die einzigen im Pustertal, die noch keine Umfahrung haben und wollen nicht mit einer 08/15-Lösung abgefertigt werden“, sagt er. <h3> „Der Tunnel ist die realistischste Lösung“</h3>Auf ein Treffen mit den Vertretern des Landes im Juni werden im 3-Monats-Rhythmus weitere Gespräche folgen. „Derzeit scheint die Untertunnelung der Gisse die realistischste Lösung zu sein“, erklärt Mitterhofer. Dies sei durchaus im Sinne der Gemeindeverwalter. Die kostengünstigere Variante einer offenen Umfahrungsstraße entlang der Rienz gehe durch Landschaftsschutzgebiet und sei auch sonst schwer umsetzbar. <BR /><BR /> Zudem kristallisiere sich heraus, dass St. Sigmund wohl keinen eigenen Zugbahnhof erhalten werde, der ebenso Inhalt der ersten Gespräche war. Damit werden die beiden Kreuzungsbereiche nach St. Sigmund Dorf und nach Ilstern wohl zu einem Knotenpunkt zusammengefasst. Auch Fußgänger- und Fahrradwege werden in diesem Zusammenhang mitgeplant. <h3> Gemeinde drängt zur Eile</h3>Jetzt gehe es um die Detailplanungen und vor allem um die Finanzierung. Wenn konkretere Plänen vorliegen, werde auch die Bevölkerung über den Stand der Dinge informiert, kündigt Mitterhofer an. Er betont, dass man auf Eile dränge, doch obgleich sich die Vertreter des Landes durchaus entgegenkommend und kooperativ zeigen würden, vermutet der Vizebürgermeister, dass noch einige Jahre ins Land ziehen werden, ehe die Bagger in St. Sigmund auffahren werden. <BR /><BR />„Außer man kann das gesamte Projekt in mehrere Baulose aufteilen und dann sukzessive und damit früher umsetzen“, sagt Mitterhofer. Auch dies werde sich in den nächsten Gesprächen mit Gemeindeverwaltern, Landesvertretern und beauftragten Ingenieuren herausstellen.