Betroffen ist vor allem die Sorte Vernatsch, aber auch Lagrein-Beeren, die wegen des Regens aufgeplatzt sind, locken „Drosophila suzukii“ an.<BR /><BR />Die Kirschessigfliege befällt nicht nur Kirschen – sondern auch Erdbeeren, Heidelbeeren, Pfirsiche, Marillen, Pflaumen und Trauben. Das bisherige Wetter heuer war für den gefürchteten Schädling lange Zeit günstig: Bereits im Mai zeigten Kontrollen im Versuchszentrum Laimburg, dass sich die Kirschessigfliege heuer relativ stark verbreitete. <h3> Juli bremste den Schädling ein</h3>Das schwül-warme Wetter mit viel Niederschlag im Frühjahr und Frühsommer behagte der kleinen Fliege. Als es dann ab Juli hingegen heiß und trocken wurde, bremste dies den Schädling wieder etwas ein. Doch jetzt gibt die nur wenige Millimeter große Drosophila suzukii wieder ein kräftiges Lebenszeichen von sich – zum Leidwesen der Weinbauern, bei denen die Frage nun lautet: Spritzen oder nicht vor der Ernte? <BR /><BR /><embed id="dtext86-66570235_quote" /><BR /><BR />Die Sorte Vernatsch reagiert sehr empfindlich auf die Kirschessigfliege, sagt Tiefenthaler. Die Bauern führten deshalb ständig Beeren-Kontrollen durch. Dazu werden die Beeren in die Kellerei gebracht. „Im Notfall müssen auch Pflanzenschutzmittel ausgebracht werden“, sagt Tiefenthaler. <h3> Weißweinsorten und Blauburgunder weniger betroffen</h3>„Auf dem Erziehungssystem Pergl platzen bei der Sorte Lagrein derzeit die Traubenbeeren teilweise auf – wegen der Niederschläge der vergangenen Woche“, berichtet der frühere Bauernbund-Obmann. Die Pergl sei für das Aufplatzen der Beeren offenbar empfindlicher. „Dadurch haben die Trauben offene Wunden – und dort lässt sich die Kirschessigfliege besonders gerne nieder“, erklärt Tiefenthaler. <BR /><BR />Gefährdet seien auch die Sorten Merlot und Cabernet. Weniger Probleme mit der Kirschessigfliege gebe es hingegen bei Weißweinsorten und beim Blauburgunder. <h3>Symptomatische Pflanzen roden</h3>Weniger stark als zuletzt befürchtet tritt heuer hingegen die Goldgelbe Vergilbung auf: Dies bestätigt der Bereichsleiter für Weinbau im Beratungsring, Hansjörg Hafner. Zum einen hätten die Bauern Maßnahmen gegen die gefährliche Rebkrankheit ergriffen, zum anderen könnte aber auch das Wetter eine Rolle gespielt haben: Aufgrund der ständigen Niederschläge habe es weniger Trockenstress für die Reben gegeben. Trotzdem bestehe kein Grund zum Feiern. Symptomatische Pflanzen sollten immer gerodet werden.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1073589_image" /></div>