Dienstag, 29. Dezember 2020

Fliegerbombe in Bozen: Entschärfung erst am 17. Jänner

Die Überreste der Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg, die bei Grabungsarbeiten nahe der alten Handelskammer in Bozen gefunden worden ist, sollen am 17. Jänner entschärft werden. Bisher war dafür der 10. Jänner geplant gewesen. 4793 Bozner müssen dafür evakuiert werden.

Die Bombe, die auf der Baustelle für den WaltherPark neben der Ex-Handelskammer gefunden wurde, ist inzwischen gesichert worden.
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Die Bombe, die auf der Baustelle für den WaltherPark neben der Ex-Handelskammer gefunden wurde, ist inzwischen gesichert worden. - Foto: © DLife
Am 28. Dezember hat die entscheidende Sitzung in Sachen Bombenentschärfung stattgefunden. Bekanntlich wurde am 22. Dezember eine weitere Fliegerbombe in der Nähe der ehemaligen Handelskammer gefunden. Nun ist der Entschärfungstermin verschoben worden: vom 10. auf den 17. Jänner. Dann werden die Feuerwerker des Heeres anrücken – bereits zum dritten Mal in diesem Jahr.

Diese Verschiebung haben die Vertreter des Heeres vorgeschlagen, da die Feiertage die Vorbereitungsarbeiten verzögern.


Die Bozner sind es schon fast gewohnt: 2 Bombenentschärfungen haben sie 2020 schon überstanden. Nun folgt ein weiteres Eingreifen der Feuerwerker des Italienischen Heers.

Diesmal wird es nur eine rote Evakuierungszone geben, und nicht mehr – wie bei den beiden vorangegangenen Entschärfungen – auch eine gelbe. Es habe in diesem Punkt europaweit eine Gesetzesänderung gegeben, erklärt Walcher. 4793 Bürger sind diesmal betroffen.

Noch zu klären ist, ob die Staatsstraße und die Autobahn gesperrt werden müssen. Diese liegen genau an der Grenze des 468-Meter-Sicherheitsradius'. Auch noch unklar ist, ob das Altersheim in der Kapuzinergasse evakuiert werden muss. Dieses liegt nämlich ebenfalls ganz knapp an der Grenze.

Die Kälte und die Covid-Infektionsgefahr seien als Risikofaktoren für die Senioren bei der Entscheidung mit einzubeziehen, betont Walcher.

pir/fin/kn