Derzeit finden erste Testfahrten mit den Südtiroler Flirt-Zügen zwischen Innichen und Sillian statt, bei denen vor allem die genauen Fahrtzeiten ermittelt werden.Je eine morgendliche und abendliche Zugverbindung zwischen Bozen und Innsbruck in beide Richtungen, stündliche Verbindungen Franzensfeste-Lienz mit einem Halt auch in Vierschach, im Winter mehr (Skizug-)Fahrten zwischen Innichen und Sillian sowie die Verstärkung des Fahrradtransports zwischen Innichen und Lienz: Geht es nach Mobilitätslandesrat Florian Mussner und seinem Tiroler Pendant Ingrid Felipe, soll der grenzüberschreitende Bahnverkehr merklich ausgebaut werden, und zwar möglichst schon mit dem Fahrplanwechsel im Dezember dieses Jahres.Die Marschroute dorthin haben Mussner und Felipe abgesteckt, umgesetzt wird sie von einer Arbeitsgruppe aus Experten der Landesabteilung Mobilität, der Südtiroler Transportstrukturen AG (STA), des Tiroler Verkehrsverbundes und der ÖBB. Die Gruppe arbeitet an Fahrplan- und Finanzierungsmodellen zum Ausbau des grenzüberschreitenden Bahnverkehrs, wobei zudem eine Reihe von technischen Fragen zu klären und Details zu definieren ist. Jetzt werden die ersten Testfahrten durchgeführt. "Unsere modernen Züge sind für den grenzüberschreitenden Einsatz gerüstet, sie können im italienischen Eisenbahnnetz mit Gleichstrom ebenso fahren, wie im österreichischen mit Wechselstrom", so Mussner, der auch auf die Eröffnung der neuen Zughaltestelle in Vierschach im Dezember 2014 verweist. "Diese Haltestelle soll künftig stündlich, im Winter mitunter halbstündlich angefahren werden, weil die Züge aber in Vierschach nicht wenden dürfen, werden sie bis Sillian weiterfahren", so der Landesrat.Wie Mussner betont, profitiert von den grenzüberschreitenden Neuerungen deshalb auch das ganze Pustertal. "Es ergeben sich täglich sieben Umsteigeverbindungen Lienz-Franzensfeste-Innsbruck, davon fünf abgestimmt auf die EC-Züge München-Verona und zwei Verbindungen abgestimmt auf die Direktzüge Bozen-Innsbruck", so der Landesrat.