Samstag, 07. März 2015

Flohmarkt kurzfristig abgesagt - Hunderte Standbetreiber verärgert

Der Flohmarkt, der jeden ersten Samstag im Monat auf der Wassermauerpromenade in Bozen abgehalten wird, wurde heute kurzfristig abgesagt. Hunderte Personen, die teilweise seit Stunden in ihren Autos gewartet hatten, wurden gegen 6 Uhr früh von Beamten der Stadtpolizei verschickt.

Im Morgengrauen verschickten Polizeibeamte am Anfang und Ende der Wassermauerpromenade die Flohmarkthändler. .
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Im Morgengrauen verschickten Polizeibeamte am Anfang und Ende der Wassermauerpromenade die Flohmarkthändler. . - Foto: © STOL

Ursache ist ein Streit zwischen der Gemeinde Bozen und der Vereinigung ZOT, die den Flohmarkt seit Jahren organisiert. Die Gemeinde will für die Abhaltung des Marktes neue Regeln einführen und eine Gebühr von etwa 1280 Euro pro Markttag für Besetzung öffentlichen Grundes einführen.

Die Vereinigung kritisiert dies und auch einige der Regeln, wie zum Beispiel die Einschränkung auf einheimische Standbetreiber. Die Veranstalter haben für den heutigen Samstag eine Pressekonferenz angekündigt.

Wütende Standbetreiber

Warum der heutige Flohmarkt kurzfristig zur Gänze abgesagt wurde, ist vorerst unklar. Auch die Zentrale der Stadtpolizei wusste dazu nichts Genaues und verwies auf die Beamten der Marktpolizei, die alle wegen Samstagmarkt und Flohmarkt unterwegs seien.

Tatsache ist, dass gegen 6 Uhr früh alle Personen, die sich teilweise seit Stunden auf der Promenade in ihren Fahrzeugen wartend hintereinander gereiht hatten, von Polizisten am Anfang und am Ende der Promenade verschickt wurden mit der Begründung, der Flohmarkt sei abgesagt.

Der Ärger unter den Hunderten, die sich eigens in den Nachtstunden auf den Weg gemacht hatten, war verständlicherweise sehr groß. "So eine Absage muss man doch rechtzeitig mitteilen! Die Leute fahren teilweise auch 100 Kilometer und mehr, um hier ihre Ware anzubieten", ärgerte sich auch ein Anrufer in der STOL-Redaktion.

ds   

stol