Mittwoch, 02. Dezember 2020

Florida: Mann klammert sich an sinkendes Boot – Rettung im letzten Moment

Knapp 140 Kilometer vor der Küste Floridas war der Rumpf des gekenterten Bootes sein letzter Halt: Der 62-jährige Amerikaner Stuart Bee ist am Sonntag von der Besatzung eines Containerschiffs aus äußerst prekärer Lage gerettet worden.

Hier klammert sich der Schiffbrüchige an den Rumpf seines Bootes.
Hier klammert sich der Schiffbrüchige an den Rumpf seines Bootes. - Foto: © US Coast Guard/Internet
Das Boot von Stuart Bee habe nach technischen Problemen am Samstag nicht mehr fahren können, teilte die US-Küstenwache nach der Rettung des Mannes mit.


Den Angaben zufolge wachte Bee nach Mitternacht am Sonntag abrupt auf, als Wasser in die vordere Kabine des Bootes drang und ihn durch Luke drückte. Nach Sonnenaufgang habe er ein Schiff in seiner Nähe entdeckt und auf sich aufmerksam machen können. „Das ist ein wahrlich unglaublicher Ausgang“, erklärte Mark Vlaun von der Küstenwache in Jacksonville.

Als vermisst gemeldet

Bee hatte laut Küstenwache am Freitag in Port Canaveral abgelegt. Er wurde demnach Samstag gegen Mittag als vermisst gemeldet, nachdem er über Nacht nicht zurückgekehrt war. Bee habe die Nacht normalerweise nicht auf seinem Boot verbracht, hieß es. Auch ein Flugzeug der US-Zoll- und Grenzschutzbehörde habe nach ihm gesucht.


Unklar blieb, ob Bee nach Feststellen des Defekts selbst einen Notruf absetzte und wie lange er sich in Seenot befand. Von der Küstenwache im Internet veröffentlichte Fotos der Retter zeigten, wie Bee am Rumpf seines Bootes hing, beim Eintreffen des Schiffs zu einem ausgeworfenen Rettungsring schwamm und schließlich an Bord ging. Die Retter seien einfach dankbar, den Mann zurück zu seiner Familie bringen zu können, sagte David Micallef von der Küstenwache der Zeitung „USA Today“.



stol/dpa/apa